Neuseeland Südinsel


11.01.14-13.01.14

Wir sind in Christchurch angekommen, der letzten Etappe für uns in Neuseeland. Von unserem Campingplatz können wir mit dem öffentlichen Bus direkt in die Innenstadt fahren, was immer wieder Spaß macht. Die Busfahrten sind günstig, die Fahrer sehr gut drauf (d.h. man wird freundlich begrüßt und auch beim Aussteigen verabschiedet) und hier in Christchurch läuft während der Fahrt gute Rockmusik.

 

Christchurch wurde Anfang 2011 von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Vor allem das Zentrum war betroffen und da das Erdbeben zur geschäftigen Mittagszeit passierte, kamen 185 Menschen  ums Leben, der Schaden betrug viele Milliarden NZ$.

 

Wir waren erschrocken, wie die Innenstadt heute noch aussieht. Selbst 2 Jahre nach dem Unglück ist das Zentrum noch eine große Baustelle und die Schäden sind noch gut zu erkennen.

 

Viele einsturzgefährdete Bauten hat man einfach mit hohen Wänden aus Containern geschützt, damit die Straßen wieder genutzt werden können.

Es sind noch große freie Flächen zu sehen, auf denen einst Häuser standen. Überall sind jedoch Kräne zu sehen und selbst bei unserem Besuch am Wochenende wurde gebaut.

Was uns noch in vielen Städten gefallen hat, waren die Graffitis. Besonders hier in Christchurch gibt es zur Zeit viele freie Wände und damit Platz für Bilder.

So, zum Abschluß noch die übrig gebliebenen Bilder von der Südinsel.

63 Tage Neusseland liegen nun hinter uns. Der kleine Camper hat keine Schwierigkeiten bereitet, war bei den Etappen bergauf ab und zu etwas schwach motorisiert. Die Windschutzscheibe hat 2 ordentliche "Dellen" mitbekommen und muß wohl ausgewechselt werden (wir hatten erstmals die Scheiben mitversichert ;).

 

Ansonsten lief alles gut und die zuerst befürchtet Angst, wir würden auf den Campingplätzen in der Ferienzeit nicht immer einen Stellplatz finden, war unbegründet.

 

Am 12.01.14 hatten wir Zeit zum Packen und am 13.01.14 ging es zum Flughafen und mit 30 Minuten Verspätung hob die Emirates-Maschine ab Richtung Sydney.

Abschied von Neuseeland (im Hintergrund Baustelle Christchurch)
Abschied von Neuseeland (im Hintergrund Baustelle Christchurch)

07.01.14-10.01.14

Oamaru, die nächste Station an der Ostküste der Südinsel besitzt eine kleine Altstadt und hier hat es uns besonders gefallen. Die wenigen Pinguine (Blue und Yellow) werden gut vermarktet und jeden Abend machen sich viele Touristen im Rahmen von organisierten Touren auf, die kleinen Tiere bei ihrer Rückkehr aus dem Meer zu sehen.

 

Wir haben auf die Teilnahme verzichtet und sind zu einem Aussichtspunkt gefahren. Von diesem soll man die Tiere gut beobachten können. Zum Schutz der Tiere liegt der Aussichtspunkt weit oben und die Pinguine sind doch sehr weit entfernt. Naja, daher gibt es eben Bilder der schönen Stadt Oamaru ohne Pinguine.

Viele Gebäude entstanden im 19.Jahrhundert und wurden aus hellem Kalksandstein errichtet, der im nahegelegenen Winston abgebaut wurde. Im Vergleich zu vielen Altstädten ist Oamaru überschaubar, aber sehr reizvoll.

Da der Wetterbericht gutes Wetter versprach (eigentlich wollten wir der Wettervorhersage nach unseren Erfahrungen nicht mehr vertrauen), ging die Fahrt noch einmal in das Landesinnere. Ziel war der Mount Cook Nationalpark.

 

Die Fahrt dorthin ist wunderschön. Obwohl viele Neuseeländer bei strahlend blauem Himmel unterwegs waren, ist der Verkehr mit dem in Deutschland überhaupt nicht vergleichbar. Die Straßen sind zu 99,998 % einspurig, aber oft sieht man lange Zeit kein Fahrzeug auf der Straße.

Was uns hier immer wieder vom Hocker (oder Campingstuhl)  haut, ist die Farbe der Seen. Sobald die Sonne scheint, leuchtet das Wasser in extrem schönen Türkistönen. Leider ist das auf den Bildern nicht so gut zu erkennen, hier aber einmal ein Bild vom Lake Ruataniwha.

Lake Ruataniwha (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Lake Ruataniwha (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Dann waren wir auch schon im Mount Cook Nationalpark. Es war sonnig, jedoch wehte ein so starker Wind, das sich einige Wanderer plötzlich auf der Erde wiederfanden. Die Wanderungen im Hooker bzw. Tasman Valley waren daher etwas anstrengend, auch wegen der zum Teil unter Wasser stehenden Wanderwege.

In der Nacht hat es dann so gestürmt, das wir schon Angst um unsere fahrende Hobbithütte hatten. Sie hat dem Sturm getrotzt und ist nicht umgeweht (was lt. Zeitung leider einigen Wohnwagengespannen auf der Straße passiert ist). Zu dem Sturm kam dann noch der Regen, alles in allem eine sehr unruhige Nacht.

 

Aber am nächsten Morgen war das Schlimmste vorbei und die Fahrt ging langsam wieder zurück zur Küste, nicht ohne vorher noch ein paar schöne Blicke auf die Gletscherseen zu genießen.

Im Ort Geraldine fielen uns Oldtimer auf, die recht zahlreich vertreten waren.

Dann waren wir wieder an der Küste und die letzte Station vor Christchurch war Kaikoura. Auch hier wird alles vermarktet, was sich im Wasser aufhält. Schwimmen mit Delfinen oder wahlweise mit Robben, Walbeobachtung vom Boot/Hubschrauber/Flugzeug, Albatrossen beim Schwimmen zugucken....

 

Die Preise sind gesalzen und erstaunlicherweise ist der Andrang groß. Wir haben uns für die günstigste (umsonst) und unserer Meinung nach schönste Variante entschieden, nämlich einer Wanderung um die Halbinsel vor Kaikoura. Diesen knapp 12 km lange Rundweg bei 25 Grad und ohne Wind zu genießen - was will man mehr.

Hier noch einmal 2 Beispiele dafür, das Alkohol  in der Öffentlichkeit verboten ist (keine Angst, Alkohol gibt es hier überall zu kaufen, der Staat möchte auch hier Steuern einnehmen). Das eine Bild entstand in Methven, das andere Bild war in Kaikoura alle paar Meter auf dem Gehsteig zu sehen.

Neuseeländer lieben ihre Autos, SUV sind der große Renner, je größer umso besser. Obwohl die Straßen für diese Monster irgendwie wenig geeignet sind, werden sie lt. Zeitung immer häufiger verkauft und der eine oder andere Neuseeländer verläßt sein Fahrzeug unserer Meinung nach nur sehr ungern.

 

Neben den bereits gezeigten Oldtimern gefallen uns immer wieder die originell bemalten Fahrzeuge (oft auch Vermieterfahrzeuge).

Von Kaikoura waren es dann 182 km bis nach Christchurch, der letzten Etappe der Neuseelandreise.

02.01.14-06.01.14

Die erste Woche im neuen Jahr ist fast vorbei und wir sind schon wieder ein Stück weiter gekommen. In Dunedin hat es einen Vormittag heftig geregnet, also ging es in das Museum. Die Museen scheinen hier meistens kostenlos zu sein, nur für bestimmte Sonderausstellungen zahlt man Eintritt. Wir haben uns u.a. das Schmetterlingshaus angesehen, bei tropischen Temperaturen eine schweißtreibende Angelegenheit.

Neben den Schmetterlingen gab es noch eine Ausstellung unter dem Motto:

 

REVolution: 100 Years of Motorcycles

 

Die dort ausgestellten Maschinen hatten wir so noch nirgends gesehen und dem Andrang nach die Neuseeländer ebenso wenig.

Vor allem die Details waren interessant und wir haben viel Zeit dort verbracht (obwohl wir beide keine Motorradfreaks sind)

Und natürlich die Maschine Marke Eigenbau, hier war der Andrang besonders groß.

Dann wurde das Wetter doch noch sonnig und wir konnten Dunedin zu Fuß erkunden. Was auffiel, wieder einmal viele Kirchen. Was uns nicht nur in Dundin aufgefallen ist, es existieren hier noch sehr viele kleine Fachgeschäfte und in jedem Zentrum findet sich ein großer Supermarkt. Dementsprechend ist eigentlich immer etwas los und das 7 Tage die Woche.

Die beiden größten Kirchen (Kathedralen) sind die St. Pauls Kathedrale bzw. die Otage First Church.

Und natürlich der Bahnhof von Dunedin. Früher ein sehr frequentierter Bahnhof, heute nur noch eine Touristenattraktion und Ausgangspunkt für die Touristikbahn.

Nach 4 Tagen in Dunedin ging es weiter Richtung Norden. Direkt an der Küste bei den Moeraki Boulders heißt es dann noch einmal Anhalten zu einer kleinen Wanderung zu den "Steinen", die immerhin bis zu 3 m Durchmesser haben und dekorativ am Strand liegen.

29.12.13-01.01.14

Invercargill ist eine nette Stadt, aber irgendwie war auch hier nichts los. Neuseeland hat insgesamt nur knapp 4,5 Millionen Einwohner (bei ca. 35 Millionen Schafen), aber irgendwie scheinen alle irgendwo unterwegs zu sein. So war auch der Spaziergang durch die Stadt recht schnell beendet.

Von Invercargill aus gibt es eine schöne Straße durch die sog. Catlins. Diese Nebenstrecke ist landschaftlich sehr schön und zum Teil noch nicht asphaltiert. Es sind viele kleine Abstecher an die Küste möglich und auch für kleine Wanderungen gibt es genug Möglichkeiten.

Falls jemand etwas gegen Zwerge in Vorgärten einzuwenden hat, sollte er mal nach Owaka fahren. Hier waren mehrere Vorgärten sehr schrill dekoriert. Am "besten" gefallen hat uns dort das Teapotland.

Irgendwann kommt man dann wieder auf den Highway 1 (dabei handelt es sich aber nur um eine jeweils einspurige und relativ enge Straße). Bis dahin gab es aber noch ein paar schöne Stopps und auch das Wetter war gut.

Zum Jahresende haben wir uns in Dunedin eine kleine Auszeit genommen. 3 Tage haben wir wenig unternommen und das Jahr ruhig ausklingen lassen. Irgendwann muß man die Eindrücke verarbeiten und auch mal gar nichts tun.

 

Den ersten Knall am Sylvester haben wir gegen 22:00 Uhr gehört. Privates Feuerwerk gibt es hier so gut wie gar nicht, sondern nur ein zentrales Feuerwerk mitten in der Stadt. Wir sind mit dem Bus in die Innenstadt und die nächste Überraschung, es gibt ein Alkoholverbot in den Straßen. Nur die Kneipen haben vor der Tür ein paar m2 mit bauähnlichen Gittern abgesperrt, innerhalb derer man die dort gekauften Getränke konsumieren darf. Das Feuerwerk dauerte 5 Minuten, dann war alles vorbei und man ging nach Hause.

 

Die Flasche Sekt im Camper mußte so bis 1:00 Uhr warten, dann konnten wir auf das neue Jahr anstoßen.

Oreti-Beach am 28.12.13 (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Oreti-Beach am 28.12.13 (zum Vergrößern bitte Anklicken)

 

 

 

Wir wünschen

allen ein

gutes neues Jahr

2014

 

25.12.13-28.12.13

Unser kleiner Weihnachtsbaum (15 cm) hat bei den Neuseeländern viel Anklang gefunden und wir mußten mehrfach erklären, wie in Deutschland Weihnachten gefeiert wird. Heiligabend war das Wetter sehr gut, am 1.Weihnachtstag jedoch war der Himmel eher in einem leichten Grau gehalten.

 

Was macht man in Te Anau, man fährt zum Milford Sound, dem touristischen Highlight auf der Südinsel. In der Hauptsaison fahren täglich bis zu 100 Reisebusse dorthin, viele kommen aus Queenstown, das sind knapp 600 km hin und zurück plus die Zeit für die Bootstour. In den Bussen sitzen überwiegend Asiaten die diese anstrengende Tagestour über sich ergehen lassen.

Für die meisten Besucher ist die Bootstour das Highlight durch den Milford Sound, für uns ist es die Fahrt dorthin. Vom Anleger bieten diverse Anbieter täglich mehrere Touren an und wie an einer Kette gereiht fahren sie fast alle die gleiche Strecke. Wir hatten uns ein kleineres Schiff ausgesucht und waren nur 11 Personen an Bord. Das Wetter war gut, d.h. es regnete nicht (was angeblich an 200 Tagen im Jahr der Fall sein soll).

 

Wer gerne Wasserfälle sieht, ist hier gut aufgehoben.

Für uns das absolute Highlight, die Keas. Von diesen Vögeln gibt es nach Schätzungen nur noch ca. 5000 Tiere in freier Wildbahn und ihre Art gilt leider als gefährdet. Keas gelten als intelligente Vögel und sie zu beobachten, macht einfach nur Spaß.

Von Te Anau ging es Richtung Süden nach Invercargill. Unterwegs gab es nicht viel zu sehen, da die Wolken sehr tief hingen und es immer wieder regnete. Erst ab Tuatapere wurde es besser. Dort haben wir eine längere Pause gemacht und irgendwie wirkte der Ort wie ausgestorben.

 

Was in Neuseeland noch positiv ist. In jedem kleinen Ort gibt es zentral eine kostenlose öffentliche Toilette. Wenn man einen Camper ohne WC hat, keine schlechte Einrichtung.

Kurz vor Invercargill dann ein traumhafter Strand, der Oreti-Beach. Es war gerade Ebbe und hier geht man nicht zum Strand, man fährt. Das Wetter war ein Traum und so sind wir hier förmlich für einige Zeit gestrandet.

Der Oreti Beach in seiner ganzen Pracht (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Der Oreti Beach in seiner ganzen Pracht (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Oreti Beach (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Oreti Beach (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Hier wieder einmal ein paar Bilder, die sich so angesammelt haben.

Unser Rastplatz für eine lange Mittagspause (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Unser Rastplatz für eine lange Mittagspause (zum Vergrößern bitte Anklicken)

23.12.13-24.12.13

Queenstown ist erreicht, das Zentrum für Adrenalin-Junkies. Mehr Tourismus geht wohl nicht. Der Ort platzt vor Veranstalter und Infobüros, in denen man so ziemlich alles buchen kann, was irgendwie mit Geschwindigkeit zu tun hat. Von Jetbooten, Tandemspringen, Paragliding, Bungee-Jumping in diversen Ausführungen und Höhen, Rafting, Quadbikes, Heliflights...

 

Das Problem, es ist alles sehr teuer und schnell vorbei. Hier 1000 NZ$ am Tag für 2 Personen auszugeben ist einfach. Wir hatten uns daher mehr auf das Zuschauen, Wandern und Eis essen spezialisiert.

 

Asiaten sind hier in Queenstown ohne Ende unterwegs. Die Japaner wie gewohnt mit großer Fototasche und teuerster Ausrüstung, Koreaner oft mit Tablet vor der Nase zum Fotografieren (sieht irgendwie komisch aus) und Chinesen mit älteren Handys.

 

In Queenstown war der zentrale Campingplatz ab 16:00 Uhr jedesmal ausgebucht, hatten wir bisher auch noch nicht. Einen kleinen Ausflug haben wir nach Arrowtown (20 km von Queenstown) gemacht, war aber nicht so berauschend.

Am 24.12.13 fuhren wir im Regen in Queenstown los und kamen gegen Mittags bei Sonnenschein in Te Anau an. Im Supermarkt herrschte heute wirklich Ausnahmezustand und wir konnten mit unseren 5 Teilen schnell durch die Expresskasse huschen.

 

Der Campingplatz in Te Anau war top und sehr modern. Gegen 18:00 Uhr war auch hier kaum noch ein Platz frei. Für die Neuseeländer gibt es kein Heiligabend (nur der 1. Weihnachtstag wird hier gefeiert inkl. Bescherung beim Frühstück) und so hat man über unseren kleinen Tannenbaum nur gelächelt.

 

Es gab Heiligabend einen leckeren Rotwein, Geschnetzeltes mit Thai-Green-Curry und Nudeln.

19.12.13-22.12.13

Der nächste Stopp aller Touristen sind die Pancakes bei Punakaiki. Die Felsen sehen aus wie aufeinander geschichtete Pfannekuchen, daher der Name.

 

An der Westküste gibt es überall Möglichkeiten für kleine Wanderungen (wenn es nicht gerade regnet). Gut eingesprüht gegen die Sandflies machen wir uns auf verschiedene kurze und längere Wanderungen. Noch immer beeindruckt uns die Natur, zeitweise fühlen wir uns wie in einem Zauberwald. Alles ist be- und überwachsen.

 

Nicht immer findet man einen Platz zum Übernachten, in dem es auch touristische Sehenswürdigkeiten gibt. In Hokitika z.B. sind wir für eine Nacht geblieben, es war Sonntag und der Ort war wie ausgestorben. Nur auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt (Sonntags natürlich offen) war etwas los. Der "Stadt"bummel war dann doch ganz nett, nur die Kirche ist seit einem Erdbeben in 2010 aus Sicherheitsgründen noch gesperrt.

Irgendwann ging es dann landeinwärts Richtung Franz-Josef-Gletscher. Bei unserer Ankunft Regen und ....natürlich, Sandflies. Die nette junge Dame beim Einschecken auf dem Campingplatz konnte uns ein paar gute Tips geben und man ahnt es schon woher sie kam.....natürlich aus Deutschland im Rahmen von Work&Travel. Was würde Neuseeland wohl ohne die billigen jungen Arbeitskräfte machen?

 

Am nächsten Morgen war dann das Wetter wieder gut und spontan entschlossen wir uns zu einem Rundflug im Hubschrauber über die Gletscher. Der Höhepunkt ist die Gletscherlandung in beeindruckender Kulisse. Der Himmel war zwar nicht ganz wolkenlos, der Rundflug aber doch beeindruckend.

 

Neuseeländische Alpen (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Neuseeländische Alpen (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Kaum waren wir wieder zurück, wurde das Wetter schlechter. Eigentlich wollten wir noch am Fox-Gletscher bleiben, aber die Sicht war gleich Null. So ging es weiter Richtung Wanaka.

 

In Wanaka hatten wir erstmals das Gefühl, das hier tatsächlich Ferien sind. Viele Neuseeländer waren im Ort unterwegs und die Parkplätze fast vollständig belegt. Der Ort ist recht schön und so sind wir 2 Nächte geblieben.

14.12.13-18.12.13

Der Weihnachtsmann naht auch hier (er kommt sogar 12 Stunden früher), in den Supermärkten ist bei den Neuseeländern ein gewisser Einkaufsstress zu spüren und die Einkaufswagen sind voller als sonst. Gut, daß unser Kühlschrank so klein ist.

 

Schaut man sich die Öffnungszeiten einmal an, gibt es eigentlich keinen Grund für Stress. Theoretisch kann man Heiligabend um 20:50 Uhr noch die letzten Besorgungen machen, z.B. Parfüm, Chips oder Bier. Heute haben wir mal die Öffungszeiten auf Bild festgehalten. Selbst Sylvester und Neujahr heißt es Einkaufen von 7:30 bis 21:00 Uhr. Den 2. Weihnachtstag gibt es erst gar nicht, er heißt hier Boxing Day.

 

Da wir bis heute noch keinen Glühweinstand gefunden haben, heißt es eben Eis essen. Bei Temperaturen von tagsüber ca. 24-26 Grad wohl auch besser. Wo wir beim Essen sind, ein schönes Vollkornbrot wäre einmal eine schöne Abwechslung zum Toastbrot.

Hier noch ein paar Bilder, die irgendwann in den letzten Tagen entstanden sind.

Vom Abel Tasman NP ging es dann über (welch Überraschung) bergige und kurvige Straße an die Westküste. Bei Westport, genauer am Cape Foulwind, gibt es eine Seelöwenkolonie, die wir natürlich besucht haben.

So, noch ein unerfreuliches Thema. Alle, die schon einmal in Neuseeland waren, kennen sie. Gemeint sind die Sandflies. Wer sie nicht kennt, hat nichts verpaßt.

 

Sandflies sind kleine (sehr kleine) unscheinbare Fliegen, die an der Westküste der Südinsel in sehr großen Mengen auftreten. Das es um die 14 Arten gibt, ist eigentlich nicht wichtig, stechen tun sie irgendwie alle und es juckt ziemlich. Sobald man den Camper verläßt, sind sie bereits da und nach ein paar Tagen glaubt man, ein Grinsen in ihrem Gesicht zu sehen. Da hilft nur die Dose Insektenschutz zum Sprühen.

 

Bei Sturm sind die Viecher nicht zu sehen, aber da sitzen wir ja auch drinnen. Regen scheint sie auch nicht zu stören.

 

Was noch zur Westküste gehört, ist der Regen. Bisher haben wir jedoch Glück gehabt, bis auf ein paar Schauer war es meistens trocken. Das Positive, es ist lange hell. Im Moment (21:35 Uhr) sitzen wir noch vor dem Camper und es ist noch fast taghell.

11.12.13-14.12.13

Die Kurverei ging auf der Südinsel genauso weiter wie bisher. Das Wetter blieb bisher gut mit Temperaturen von ca. 22-26 Grad.

 

Wir hatten in unserem USA-Blog Bilder der riesigen luxeriösen Wohnmobile gezeigt. Hier in Neuseeland ticken die Camper-Uhren ganz anders. Die Neuseeländer sind recht unempfindlich, was schlechtes Wetter angeht. Sie zelten gerne und sind auch bei Wind und Regen unterwegs. Wohnmobile sieht man bei ihnen recht selten, wenn, dann sind es oft interessante Eigenbauten (alle mit Schornstein).

 

Hier ein paar Beispiele:

 

Da die Ferienzeit gerade begonnen hat, fuhren wir zuerst zum Abel Tasman Nationalpark. Dieser ist in den Ferien bis Ende Januar völlig überlaufen und wir hätten in 2 Wochen wohl kaum einen Platz bekommen. Im kleinen Ort Kaiteriteri, dem Ausgangspunkt für den Abel Tasman NP, hatten wir so die freie Auswahl auf dem Campingplatz. In den Ferien tummeln sich auf diesen Platz 2500 Gäste.

 

Der Grund für einen Besuche dieser Gegend sind seine traumhaften Strände und die Wandermöglichkeiten.

Mit einem Boot kann man sich an einem Punkt absetzen und an einem anderen Punkt wieder abholen lassen. Diverse Anbieter bieten verschiedenen Touren an. Wir haben uns eine knapp 11 km lange Wanderung ausgesucht. Zuerst ging es 1 Stunde mit dem Boot an der Küste entlang von Traumstrand zu Traumstrand, bis wir an unserer "Haltestelle" angekommen sind.

Die Wanderungen hier sind ein Traum. Es geht durch sehr schöne Vegetation immer recht dicht an der Küste entlang mit schönen Blicken auf die goldgelben Strände.

Das Wetter war für eine lange Wanderung gerade richtig. Zwischendurch ging es auch hier wieder auf und ab, aber irgendwann hat man sich dann "eingelaufen".

Traumbucht im Abel Tasman (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Traumbucht im Abel Tasman (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Nächstes Ziel war der Wharariki Beach hoch im Norden der Südinsel. Auf dem Weg dorthin bot sich der kleine alternativ angehauchte Ort Takaka für eine Pause an.

Auf einer immer engeren Straße ging es bis zum nördlichsten Zipfel der Südinsel. Hier gibt es nur noch Farmen und einen wunderschönen Campingplatz nahe dem Wharariki Beach. Auch die jungen Mädels an der Rezeption kamen wieder einmal aus Deutschland, alle 3 im Rahmen von Travel & Work. Gefühlt ist hier die halbe Jugend Deutschlands unterwegs, aber auch viele aus anderen Ländern.

Der Wharariki Beach ist ein Traum. Endlose Sanddünen und kaum ein Mensch unterwegs. Das Baden ist hier wegen der starken Strömung allerdins sehr gefährlich, so blieb es bei einem Sonnenbad.

 

Was uns hier am meisten beeindruckt hat, waren die Muster im Sand, hervorgerufen durch unterschiedliche Materialien und durch den Wind geformt.

Wharariki Beach (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Wharariki Beach (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Wharariki Beach (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Wharariki Beach (zum Vergrößern bitte Anklicken)