Australien


25.02.14-28.02.14

Silverton ist recht ergiebig, was Galerien betrifft. Damit versucht man wohl, dem Dorf das Überleben zu sichern, da ansonsten nicht viele Möglichkeiten zum Geldverdienen vorhanden sind. Zum Teil sind die Galerien recht originell.

Erinnert sich noch jemand an den Film Mad Max II ?

Der Film wurde hier und in der näheren Umgebung gedreht und natürlich gibt es ein Mad Max 2 Museum. Wir waren nicht im Museum, da es geschlossen war und es wohl auch nicht für jeden interessant ist. Der Film wurde 1981 gedreht (tja, wie die Zeit vergeht).

Broken Hill war wieder einmal eine Stadt, für die sich der Umweg lohnt (obwohl es schon ein großer Umweg ist). Die Bergbausiedlung hat immerhin knapp 18.500 Einwohner und bietet daher eine gute Infrastruktur. Eine riesige Abraumhalde befindet sich direkt am Zentrum und die Innenstadt ist recht schön angelegt. Hier finden sich noch nette Häuser und man kann recht gut in der Stadt umherbummeln.

Stellvertretend für die vielen Minen ist der stillgelegte Brown-Shaft frei zugänglich. Hier kann man umherlaufen und sich die alte Technik ansehen. Unterirdisch verlaufen viele Kilometer von Tunneln, die aber nicht besichtigt werden können.

Und natürlich gibt es auch in Broken Hill diverse Galerien. Die für uns Schönste liegt weit außerhalb der Stadt mitten in der Wüste auf einem Hügel. Der Weg dorthin ist sehr schön, bei Hitze aber auch anstrengend. Die schweren Steinblöcke wurden hier vor Ort aufgestellt und auch bearbeitet.

Hier noch diverse Bilder aus Broken Hill. Die schöne Stuart Desert Pea blühte gerade in voller Pracht. Diese schöne Blume ist eines der Wahrzeichen von Südaustralien.

 

Ansonsten heißt es auch hier wieder, kein Alkohol in der Öffentlichkeit.

Was bei uns die Rettungshubschrauber des ADAC sind, ist hier der Royal Flying Doctor Service. Dieser gemeinnützige Service deckt 7,15 Millionen km2 ab und besitzt 60 hochmoderne Flugzeuge, die auch als fliegendes Krankenhaus fungieren.

 

In verschiedenen Stützpunkten befinden sich bis zu 4 Flugzeuge rund um die Uhr einsatzbereit und jeder Punkt im Land kann in max. 2 Stunden erreicht werden. Jede Farm hat einen großen Notfallkoffer mit Medikamenten. Im ersten Versuch wird über Funk eine Diagnose erstellt und Medikamente verabreicht. Sollte dieses nicht ausreichend, so startet umgehend ein Flugzeug mit einem Arzt und einer Krankenschwester.

 

Der Service ist übrigens kostenlos, auch für Touristen.

Hier noch diverse Bilder von diversen Stationen der letzten 2 Wochen.

Nun geht es auf Pisten in das Outback. Über die Flinders Ranges wollen wir den Oodnadatta Track fahren. Dieser ist bei trockenem Wetter auch ohne Allrad zu schaffen, mal sehen, wie weit wir kommen.

 

Internet werden wir wohl erst wieder in ca. 5 Tagen in Alice Springs haben. Die Temperaturen liegen im Moment bei 32-35 Grad und knallblauem Himmel.

19.02.14-24.02.14

Die Orte werden nun weniger und damit auch die Möglichkeiten für Internet. Nun sind wir in Broken Hill und sitzen in der Bücherei. Um 10:00 Uhr ist es schon mollig warm und der Himmel dunkelblau. Heute und morgen werden wieder Mitte 35 Grad erwartet (vor 2 Wochen waren es hier 45 Grad).

 

Der letzte Tag auf Kangaroo Island war recht entspannend und wir haben uns noch einen Leuchtturm angesehen. Die Fahrt war etwas holperig, letztendlich waren wir fast alleine am Cape Willoughby. Die Rangerin hat uns noch etwas über die vielen Schlangen dort erzählt und erst am Morgen kroch ihr eine Tigersnake über den Weg. Sie sind sehr giftig, aber auch sehr scheu und schnell wieder im Busch verschwunden.

Der letzte Strand auf Kangaroo Island war Pennington Bay. Auch hier wieder kaum ein Mensch zu sehen. Dann ging mit der Fähre zurück auf das Festland nach Cape Jarvis. Die Überfahrt war ruhig und nach knapp einer Stunde war das Abenteuer Kangaroo Island vorbei.

Pennington Bay (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Pennington Bay (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Übernachtet haben wir dann in Newland Head. Hier gibt es wie so oft in Australien einen wunderschönen (und günstigen) Campingplatz der Nationalparkbehörde. Diese Plätze sind sehr einfach, liegen aber sehr schön. Die Brandung am dortigen Waitpinga-Beach war beeindruckend, Baden ist aber wegen der Strömung nicht möglich.

Die kleine Stadt Victor Harbour war überraschend interessant und wir haben einen halben Tag dort verbracht.

Direkt vom Zentrum führt ein langer Steg nach Granite Island. Man kann mit einer Kutsche fahren oder laufen. Der Rundweg auf der relativ kleinen Insel ist sehr schön und die Insel besteht fast überwiegend aus Granit.

Von Granite Island lag eine längere Fahrt vor uns. Das Ziel: Broken Hill.


Unterwegs haben wir noch 2 Nächte auf freien Campgrounds direkt am Murray River eingelegt. Dieser Fluß mit seinen riesigen Eucalypten ist wunderschön und es gibt dort viele Papageien und andere Vögel. Wir standen auf einem Platz ganz alleine und konnten die Natur genießen.

Camping am Murray River (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Camping am Murray River (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Bei Wentworth stoppten wir noch an bei den Perry Sandhills, ein großer "Sandkasten" für alle Altersgruppen (Wandern oder Sandboarden). An vielen Orten des Murray River sind noch alte Raddampfer zu sehen. Eine Fahrt mit ihnen hat sich nicht ergeben, da sie doch sehr unregelmäßig fahren.

Perry Sandhills (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Perry Sandhills (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Broken Hill ist eine Minenstadt und liegt bereits im Outback. Dementsprechend ändert sich die Landschaft und das Fahren wird anstrengender. Diese Strecke wird auch von vielen Trucks gefahren und dementsprechend liegen leider viele tote Känguruhs am Straßenrand, nicht immer ein schöner Anblick.

 

Bevor wir uns Broken Hill anschauen, geht es noch auf einen Abstecher nach Silverton. Dieser winzige Ort liegt 20 km von Broken Hill entfernt und auch hier gab es früher einmal Minen, heute versucht man mit Touristen zu überleben. Auf dem Campingplatz waren nur 2 Camper, scheinbar kommen hier überwiegend Tagesgäste.

 

Geld versucht man heute überwiegend mit Gallerien zu machen.

Am Abend konnten wir dann über einen Trampelpfad zum Silverton Hotel laufen und etwas leckers zu Abend essen, dazu ein eiskaltes Bier.

Der außerhalb gelegene Friedhof von Silverton war noch einen kleinen Spaziergang wert.

15.02.14-18.02.14

Nach 4 Wochen Hitze nun die Abkühlung auf Kangaroo Island. In den ersten 2 Tagen hat es heftig geregnet, es blieb aber recht warm. Die Insel ist relativ groß, jedoch reisen nur relativ wenige Touristen auf diese schöne Insel, da die Fähre doch relativ teuer ist und sich ein Aufenthalt nur für mehrere Tage lohnt.

 

Was man hier garantiert sieht, sind Koalas. Es gab und gibt schon Überlegungen, die Anzahl durch Abschuß zu reduzieren, da die Tiere sich ihren eigenen Lebensraum "wegfressen". Bisher hat man aus Angst vor den Protesten auf den Abschuß verzichtet und die Tiere werden auf das Festland umgesiedelt.

 

Auf einem kleinen Campingplatz konnten wir direkt hinter unserem Camper Koalas beobachten. Hier noch einmal Bilder von diesen süßen Tieren, die wir dann wohl nicht mehr so oft sehen werden, zumindest nicht in freier Natur.

Kangaroo Island ist relativ übersichtlich und viele Straßen sind nicht asphaltiert. Die Strände sind zahlreich und zum Teil sehr schön und wie so oft menschenleer. Schwimmen ist jedoch auch hier wegen der starken Strömung oft lebensgefährlich.

Stokes-Bay war jedoch der schönste Strand. Hier haben wir dicht am Strand auf einem sehr einfachen naturbelassenen Platz gestanden. Dort haben wir auch die Koala-Bilder gemacht und es gab unzählige Känguruhs zu sehen. Der Zugang zum Strand führte durch eine enge Schlucht, dann hatte man aber ein kleines Paradies fast für sich alleine

Tiere gibt es reichlich auf Kangaroo Island, sie sind jedoch oft schwer zu sehen da viele von ihnen nachtaktiv sind. Ein paar Tiere haben wir dann aber doch gesehen.

Der Flinders Chase Nationalpark ist wohl das Highlight der Insel. Hier leben viele Seehunde und die Küstenlandschaft ist einzigartig. Das Wetter war inzwischen wieder sonnig und so konnten wir diesen Teil der Insel in Ruhe erkunden.

 

Die Granitfelsen der Remarkable Rocks liegen sehr fotogen an der Küste. Hier kann man wunderschön herumlaufen und den Blick genießen.

Am Cape du Couedic ist die Welt dann zu Ende, zumindest hier auf Kangaroo Island. Hier gibt es eine große Seelöwenkolonie zu beobachten. Wie die Tiere spielerisch in der gewaltigen Brandung schwimmen, ist beeindruckend.

Am Cape du Coudeic waren die Seals nur aus größerer Entfernung zu beobachten. Am Seal Bay kann man sich den Tieren gegen Eintritt und in Begleitung eines Rangers direkt am Strand bis auf wenige Meter nähern. Stundenlang könnte man ihren zuschauen, leider bleiben einem nur knapp 30 Minuten.

Damit ging der Aufenthalt auf Kangaroo Island langsam zu Ende und wir mußten uns überlegen, wie dann die Route nach der Rückfahrt weiter gehen wird.

11.02.14-14.02.14

Noch ein kurzer Abstecher vor Adelaide zum wasserreichsten Fluß Australiens, dem Murray River. Hier lag der einfache Campground direkt am Fluß. Diverse kostenlose Fähren sind vorhanden und der Fluß war zu unserer Überraschung doch recht breit und der Wasserstand sehr hoch.

 

Wir hatten kurz überlegt, ein Hausboot für ein Wochenende zu mieten, aber diese sind i.d.R. für 8-12 Personen ausgelegt. Das war uns dann doch eine Nummer zu groß.

Kurz vor Adelaide liegt der kleine Ort Hahndorf. Wie der Name schon vermuten läßt, handelt es sich um einen deutschen Ort, von Luthernern um 1838 gegründetet. Es gibt hier einige "deutsche" Geschäfte mit dementsprechenden Angeboten.

 

Man hat auch hier das Gefühl, das die Gleichung gilt: Deutschland=Bayern

Dann waren wir in Adelaide und es war wieder einmal kochend heiß. Der Campingplatz in West-Beach liegt direkt am Wasser mit einem schönen Strand. Der Platz war gut besucht und ist riesig, fast schon eine kleine Stadt.

 

Mit dem Bus ging es nach Glenelg, einem schönen Vorort nur wenige Kilometer entfernt. Auch hier gibt es wie so oft einen wunderschönen Strand direkt am Stadtzentrum.

Strände überall, hier in Glenelg (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Strände überall, hier in Glenelg (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Das Zentrum von Adelaide war uns nur einen kurzen Abstecher wert. Es waren über 40 Grad und die Stadt selber hat nicht annähernd so viel Flair wie Melbourne oder Sydney.

Hier wieder ein paar Bilder aus der Kategorie "Diverses".

Seit gestern sind wir auf Kangaroo Island und....es schüttet heute schon den zweiten Tag, morgen soll es besser werden.

 

Laut Nachrichten ist Adelaide ebenso von schweren Regenfällen betroffen und viele Straßen, Parkhäuser... stehen auch dort unter Wasser. Das Wetter in Australien kann sehr launisch sein.

 

Aktuell sitzen wir in Kingscote in der Stadtbibliothek und wir hoffen auf trockenes Wetter.

07.02.14-10.02.14

Eines der touristischen Highlights ist die Great Ocean Road, eine der schönsten Küstenstrassen der Welt (zumindest aus Sicht der australischen Marketingexperten). Dabei erstreckt sich der Abschnitt für die meisten Touris auf die wenigen Kilometer entlang der 12 Apostel.

 

Die Strände sind sehr vielfältig und bei Surfern sehr beliebt. Baden ist fast gar nicht möglich, da die Brandung bzw. die Strömung sehr stark sind.

Es gibt sehr viele Wandermöglichkeiten, meistens jedoch nur relativ kurze. Wir haben einige davon erkundet und waren in der Regal fast alleine. Früher war die Gegend mit Regenwald bedeckt, heute findet man nur noch kleiner Gebiete, der Rest wurde zu Farmland umgewandelt.

 

Surfschulen sind hier reichlich vertreten. Wir haben uns auf das Zuschauen beschränkt.

Der Abschnitt bei Port Campbell war trotz der großartigen Küstenlandschaft relativ schnell "abgehakt".  Hier war wieder eine asiatische Invasion zu erleben und in der Luft knatterten die Hubschrauber ohne Pause umher für kurze Rundflüge.

An einigen Stellen kann man über Treppen bis an das Wasser gelangen. Es war auch hier sehr heiß und im Landesinneren brannten lt. Nachrichten immer noch viele große Buschfeuer völlig unkontrolliert. Eines bereits seit 27 Tagen und ein Ende ist nicht in Sicht.

Auf Cape Otway hatten wir einen sehr schönen Campingplatz in einem großen Eukalypthuswald. Hier gab es unzählige Koalas und endlich einmal konnten wir sie aktiv erleben. Sie krabbelten bei starkem Wind bis in die oberen dünnen Äste um an die jungen Blätter zu kommen. Wir rechneten jeden Moment damit, das sie als Fallobst herunterkommen - sie haben alle überlebt.

Einer der wohl merkwürdigsten Vögel in Australien ist der Frogmouth. Man sieht ihn nur schwer und auch nur selten. Hier auf dem Campingplatz saßen gleich 3 davon auf einem Ast und ließen sich gut beobachten.

 

Bis nach Adelaide waren es vom Cape Otway noch fast 800 KM entlang der Küste. Die Strecke war doch recht monoton zu fahren und wir waren froh, als Adelaide in Sicht kam. Dort buchten wir noch die Fähre nach Kängaroo Island, wo wir 6 Tage bleiben wollen. Die Überfahrt ist am 13.02.13

 

02.02.14-06.02.14

So, endlich wieder Internet. In letzter Zeit waren wir meistens irgendwo in der Natur, da ist es mit einem Internetzugang nicht immer einfach. Die Lösung, ab in die Bibliothek. So sitzen wir zur Zeit in Warrnambool und sind wider an die weite Welt angeschlossen.

 

Die Bibliotheken sind meistens klimatisiert und man wird als Tourist besonders nett behandelt und das Internet ist kostenlos.

 

Phillip Island haben wir schnell hinter uns gelassen. Hier wird jeder Pinguin und jeder Koala extrem vermarktet. Ganze Busladungen werden jeden Tag aus Melbourne hierher verfrachtet (überwiegend Asiaten). Wenn die Pinguine am Abend von ihren weiten Ausflügen zur Futtersuche heimkehren, werden sie von bis zu 3800 Zuschauern begrüßt. Kein Witz, es sieht aus wie eine zum Strand offene Sportarena. Das wollten wir uns nicht antun und so ging es am nächsten Tag weiter.

Dann ging es in einen der beliebtesten Nationalparks Australiens, dem Wilsons Promotory. In den Ferien ist er total ausgebucht. Jetzt nach den Ferien ist es einfacher, einen Platz zu bekommen. Trotz der Wärme (es war aber nicht mehr ganz so heiß) haben wir einige schöne Wanderungen gemacht und auch einen ersten Blick auf die Tierwelt werfen können.

Neben den Wanderungen bzw. der Tierwelt sind auch die Strände hier erstklassig. Einen Tag haben wir zum Ausruhen am Strand direkt neben dem Campingplatz verbracht.

Campingplatz und Weg zum Beach (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Campingplatz und Weg zum Beach (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Hier läßt es sich aushalten (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Hier läßt es sich aushalten (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Landeinwärts ging es dann Richtung Healesville zum zweiten Versuch, den dortigen Wildpark zu besuchen. Den ersten Versuch hatten wir wegen der hohen Temperaturen aufgegeben. Leider war es inzwischen noch heißer geworden und zwar genau 43 Grad. So haben wir einen Tag im Schatten verbracht, was aber nicht wirklich geholfen hat. Selbst das Eis brachte nur eine kurze Abkühlung.

Am nächsten Tag sind wir dann in den Wildpark, trotz der noch immer hohen Temperaturen. Hier in Healesville sind nur Tiere Australiens zu sehen.

Die Vogelwelt Australiens ist unglaublich vielfältig. Leider sieht man viele Vögel nur von weitem oder nie. Hier im Vogelpark ist es natürlich wesentlich einfacher, auch die Kleinen zu sehen.

Die Hitze ließ nach, dafür wurde es stürmisch. Auf dem Weg Richtung Küste mußten wir noch einmal Melbourne durchqueren, was bei dem Verkehr richtig nervig war.

 

An einem großen Roadhaus (=Rastplatz) konnten wir wieder einmal unsere Reisekasse entlasten und kostenlos übernachten (inkl. Dusche). Die nahegelegene Stadt Geelong haben wir am nächsten Tag besucht.

 

Dort hat man alte Pfeiler (sog. Bollards) aus dem Hafen zu netten Kunstwerken umgewandelt und dekorativ an der Waterfront aufgestellt. Diese Art von Wiederverwertung haben wir bisher noch nirgends gesehen.

Auch sonst hat uns Geelong gut gefallen und so war der Tag wieder einmal schnell vorbei. Hier noch ein paar Eindrücke der Stadt.

Von Geelong geht es zur Great Ocean Road, die nur noch wenige KM entfernt beginnt.

30.01.14-01.02.14

So, hier kommen noch die Bilder von der Oldtimer-Parade in Melbourne. Die meisten Oldtimer sind noch bei schönem Wetter auf den Straßen unterwegs und stehen nicht nur in der Garage herum.

 

Eigentlich wollten wir uns die Modellnamen noch notieren, aber dazu war es irgendwie zu heiß.

Besonders interessant waren für uns die Formen der Oldtimer. Im Vergleich zu den heutigen Modellen ist doch ein Unterschied erkennbar (wohl auch im Verbrauch). Einige Fahrzeuge waren von den Ausmaßen riesig (insb. der letzte Gelbe)

Die Bilder von der guten alten Straßenbahn hatte ich noch vergessen. Wir hatten in Melbourne unseren Camper auf dem Campground gelassen und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren.

Das war es jetzt aber mit Melbourne.

 

Unterwegs gab es in Frankston noch einige "Sandburgen" zu sehen. Diese hat wohl jeder einmal gebaut, diese Exemplare waren aber schon "kleine" Kunstwerke. 3500 Tonnen Sand wurden verbaut.

 

Wir waren kurz nach Mittag dort. Es war kochend heiß und das Licht für Fotos nicht unbedingt optimal. Schön war es trotzdem.

Die "Sandburgen" bleiben noch bis Ende der Saison erhalten, dann werden sie abgerissen und im nächsten Jahr gibt es eine Fortsetzung. Für den Bau wird extra schwerer Bausand verwendet und die "Bauten" werden am Ende versiegelt, damit sie bei Regen nicht zusammenfallen.

Die Sandburgen wurden gegen Regen versiegelt, dieser ist aber nicht in Sicht. Die Temperaturen liegen schon wieder bei fast 40 Grad und die Aussichten sind weiter extrem.

 

Hoffentlich ist es im Nationalpark Wilsons Promotory etwas kühler. Dieser liegt direkt am Wasser und zumindest gibt es dort schöne Strände.

26.01.14-29.01.14

In Melbourne tobte der Bär. Es war das letzte Ferienwochenende, Australia Day (ein wichtiger Feiertag), das Tennisfinale und Bombenwetter. Die Innenstadt war voll mit Australiern und Touris und so haben wir uns in das Getümmel gestürzt.

 

Alle reden immer von Sydney, aber für uns ist Melbourne irgendwie die interessantere Stadt und bei über 4 Millionen Einwohnern wird hier viel geboten.

Melbourne Skyline (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Melbourne Skyline (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Melbourne Skyline (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Melbourne Skyline (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Es gibt auch hier große Kunstgallerien, bei dem Wetter war uns aber nicht nach einem Besuch zumute. In der Innenstadt sind jedoch viele Skulpturen u.ä. zu sehen und es gibt in den Sommermonaten an vielen Ecken aufgestellte Pianos nach dem Motto "Play Me, I´m yours". Die Pianos sind bunt angemalt und wer Lust hat, kann auf ihnen spielen.

Wie schon in Neuseeland, gibt es auch in Australien viele Graffitis. Im Zentrum sind inzwischen viele Gassen, die normalerweise niemand betreten würde, mit schönen Bildern verziert. So hat man mit wenig Aufwand eine touristische Attraktion geschaffen und es gibt sogar einen Plan mit den jeweiligen Punkten.

Das nächste Großereigniss findet im März statt. Für das Formel 1 Rennen wird hier schon kräftig Reklame gemacht und ein bekanntes Gesicht ist auf vielen Plakaten zu sehen.

Am 26.01.14 war dann Australia Day. Dieser Nationalfeiertag erinnert an die Ankunft der ersten Schiffe in Sydney am 26.01.1788

 

Schon seit Wochen wurde für dieses Großereignis Reklame gemacht und in jedem Ort gibt es Veranstaltungen. Das Wetter war traumhaft und es gab in Melbourne jede Menge Veranstaltungen. Im Zentrum gab es u.a. eine große Parade, eine Oldtimer-Ausstellung mit über 300 Fahrzeugen (Bilder folgen) und am Abend ein gigantisches Feuerwerk über den Docklands.

Es ist eine neue Hitzewelle angekündigt mit Temperaturen um die 40 Grad. Nach den anstrengenden Tagen in Melbourne haben wir eine kleine Auszeit in Rosebud genommen, inklusive einer Abkühlung im Meer.

 

Nächste Stationen sind dann Philip Island und der Nationalpark Wilsons Promotory.

 

21.01.14-25.01.14

Die Hauptstadt Canberra war irgendwie nicht so interessant. Die Stadt ist sehr grün, aber viel zu sehen gibt es nicht. Einzige Ausnahme, das Parlament. Diese riesige Anlage liegt auf einem Hügel und steht Besuchern offen. Nach einer gründlichen Kontrolle kann man sich in dem Komplex recht frei bewegen.

 

Anschließend haben wir noch diverse Besorgungen erledigt und sind dann zu unserem Campingplatz gefahren. Auch in Canberra standen wir für eine Nacht auf dem Gelände der Pferderennbahn (heißt hier etwas vornehmer "Exibition Park").

Bei Canberra gibt es noch einen großen Wildpark. Die Hoffnung auf schöne Tierbilder hat sich wegen der Hitze leider zerschlagen. Irgendwie waren die Tiere unauffindbar im Gebüsch verschwunden. Nur ein Koala und wenige Wasservögel zeigten sich.

Über Cooma ging es weiter in die Alpen, genauer den Kosciusko Nationalpark. Bei wunderschönem Wetter konnten wir eine erste Wanderung machen und die ersten (lebenden) Känguruhs sehen. Leider sieht man neben bzw. auf dem Highway viele zerfetzte Tiere (Känguruhs, Wombats, Koalas...). Es ist jede Nacht bzw. in der Dämmerung ein regelrechtes Gemetzel.

Das Wetter war weiterhin traumhaft schön und so fuhren wir von Thredbo mit einem Sessellift auf die Bergstation. Von dort führt eine 13 km (Return) lange Wanderung zum höchsten Punkt Australiens, dem 2228 m hohen Mt. Kosciuszko.

Zugegeben, 2228 m Höhe sind nicht unbedingt die Welt, aber die Australier sind stolz auf ihr einziges Skigebiet und im Winter scheint hier einiges los zu sein. Nach 6,5 km kamen wir dann auf dem Gipfel an und die Fernsicht war durch den Rauch der noch immer vorhandenen Waldbrände nicht so wie erwartet.

Kosciuszko NP (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Kosciuszko NP (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Wir verbrachten noch eine zweite Nacht in dem Nationalpark. Die Campingplätze sind hier kostenlos und liegen sehr schön mitten in der Natur. Auf dem Tom Groggin Campingplatz gab es Hunderte von Känguruhs. Zum Teil kamen sie ganz nah an uns heran und wir konnten sie gut beobachten.

Am nächsten Morgen war dann Land unter. Der Regen meinte es gut mit der Natur und er hörte erst am Nachmittag auf. Der Vorteil, die meisten Waldbrände wurden gelöscht.

 

Auf dem Weg nach Melbourne legten wir noch eine Zwischenetappe abseits des Highways ein. Inzwischen haben wir überwiegend auf kostenlosen Campingplätzen gestanden. Diese gibt es hier im Vergleich zu Neuseeland häufig und der Geldbeutel wird nicht unherheblich entlastet.

 

 

17.01.14-20.01.14

Die Blue Mountains sind erreicht und durch die etwas höher gelegenen Berge hatten wir uns etwas kühlere Temperaturen erhofft. Das Ergebnis: 34 Grad im Schatten.

 

Von einem Aussichtspunkt haben wir in der Ferne dicke Rauchwolken gesehen, leider brennt es auch hier immer wieder und das Löschen der Brände ist sehr schwierig, da viele Täler unzugänglich sind und die Feuerwehrmannschaften eingeflogen werden müssen.

 

Durch die Hitze ist unsere Wanderung doch kürzer ausgefallen wie geplant.

Blue Mountains (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Blue Mountains (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Blue Mountains (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Blue Mountains (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Übernachtet haben wir 2 Nächte in einem schönen Tal, mitten in den Eukalyptuswäldern. Am Abend kam ein netter Herr von der Feuerwehr und hat wegen des "Total Fire Ban" gebeten, keine offenen Feuer zu machen. Alleine in NSW brannten zu diesem Zeitpunkt 93 große Feuer, viele davon außer Kontrolle. Das wir uns bei 34 Grad nicht an ein Lagerfeuer setzen wollen, war für ihn ungewohnt, für die Australier gehört es zum Campen dazu.

 

Unsere Fahrt ging dann weiter Richtung Bathurst, dort waren es dann 38 Grad. In Bathurst sieht die Welt dann im Vergleich zu Sydney auch schon wieder anders aus, eher ländlich und nicht mehr dieser Trubel.

In Bathurst haben wir auf der Pferderennbahn übernachtet. Auch hier müssen die Kommunen Geld verdienen und so bieten viele Orte Übernachtungen auf dem sog. Showground an. Vorteil für uns, es kostet wesentlich weniger wie auf den privaten Plätzen.

 

Am Abend wurde der Himmel dann dunkel und es fielen einige Regentropfen. Leider gab es auch ein kräftiges Wärmegewitter mit Blitzen, schlecht für die Feuerwehr, da noch mehr Brände entstehen.

Eigentlich wollten wir nach Dubbo fahren um den dortigen Tierpark zu besuchen. Die Temperaturen dort lagen bei 44 Grad im Schatten, zu heiß für einen Besuch des weitläufigen Zoo.

 

In dem kleinen Dorf Carcoar haben wir einen Stopp eingelegt und haben uns die historische Hauptstrasse (viel mehr Straßen gibt es auch nicht) angesehen.

Der Ort ist winzig, besitzt aber 3 (!) Kirchen. Zwei davon haben wir uns angesehen, mehr Energie hatten wir bei der Hitze nicht.

Nächste Station war die Hauptstadt Australiens, Canberra.

13.01.14-16.01.14

Was für ein Empfang in Sydney, blauer Himmel und 32 Grad.

 

Für die ersten 2 Nächte haben wir im Zentrum ein kleines Appartement gemietet. Nach 9 Wochen Hobbit-Hütte ein wahres Paradies mit großem Bad und richtigen Betten.

 

Wir sind erst am Abend angekommen, ein Gang zur Sydney-Oper mit Blick auf die berühmte Harbour-Bridge ist aber Pflicht.

 

Unser letzter Sydney-Besuch liegt über 10 Jahre zurück und es hat sich viel getan. Unser erster Eindruck (wie auch in Vancouver): der Pilot hat sich verflogen und wir sind in China. Überall überwiegend junge Asiaten (wohl hauptsächlich Chinesen), viele chinesische Imbisse und die Souveniergeschäfte auch in chinesischer Hand.

Die Zeitverschiebung von Neuseeland beträgt nur 2 Stunden, somit fällt uns das Aufstehen nicht schwer. Wir haben nur einen Tag für die Erkundung, da wir bereits am 15.01.14 den Camper übernehmen.

 

So bummeln wir den ganzen Tag bei 32 Grad durch Sydney und sind überrascht über die vielen vielen Touristen aus aller Welt. Sydney ist zwar am A.... der Welt, aber inzwischen zu einer Hochburg des Tourismus aufgestiegen.

Sydney besitzt noch viele schöne alte Gebäude, das Schönste ist für uns das Queen Victoria Building mitten im Zentrum.

Ein sehr originelles Fortbewegungsmittel ist die Fähre. Es gibt viele Verbindungen und wir haben die Route nach Darling Harbour gewählt mit schönen Blicken auf die Skyline von Sydney.

Es ist soweit, wir übernehmen unseren Camper. Auf der Fahrt zum Vermieter sind wir doch etwas aufgeregt, da wir nicht genau wissen, wie unser Zuhause für die nächsten 6 Monate aussehen wird. Den Vermieter kennen wir von früheren Reisen und wir sind von unserem kleinen Camper restlos begeistert. Die Aufteilung ist gelungen und wir haben bei fast gleicher Größe wir in Neuseeland viel mehr Platz und Möglichkeiten. Der Kühlschrank ist größer, die Sitzecke viel besser umgesetzt und der Wagen hat Automatik und einen stärkeren Motor.

Wir räumen beim Vermieter unsere Sachen ein, suchen uns aus seinem riesigen Lager noch Dinge aus, die wir benötigen und dann geht es los.

 

Zuerst heißt es dann Lebensmittel einzukaufen. Wo geht das am besten, natürlich bei Aldi. Die allen wohl gut bekannte Einkaufskette ist inzwischen in Australien gut etabliert. Die Aufmachung ist fast identisch mit der in Deutschland, nur geht man hier links hinein und rechts hinaus. Das Angebot ist gut und die Preise empfinden wir als sehr günstig.

Dann geht es endlich auf die erste Etappe. Noch ist hier Ferienzeit und die Straßen im Großraum von Sydney sind sehr voll. Schon bald Fahren wir mit Klimaanlage, die Temperaturen liegen bei sonnigen 34 Grad.

 

Unser erstes Ziel, die Blue Mountains.