Australien


15.04.14-21.04.14

Perth war doch irgendwie eine Enttäuschung. Die Stadt gleicht einer großen Baustelle und dazu war es wieder einmal sehr heiß. Mit der S-Bahn fuhren wir in die Stadt, waren aber ebenso schnell wieder auf dem Campingplatz im Swan Valley.

Freemantle, ein Vorort von Perth, ist ein beliebtes Ausflugsziel für Aussis und Touris. Es reiht sich Restaurant an Restaurant und auch wir konnten der kulinarischen Verlockung nicht wiederstehen.

Was diesen Vorort weiter so interessant macht, sind die Straßenartisten und die vielen bunten und auch kuriosen Skulpturen.

Dann war es wieder Zeit für die Natur. In den Stirling Ranges bzw. im Purnupulup NP läßt es sich wunderbar wandern. Hinauf ging es zum Purnupulup Skywalk, wo man zwischen riesigen Granitfelsen einen schönen Klettersteig angelegt hat.

In den Stirling Ranges hatten wir viel Spaß mit den Papageien, die uns mit ihren Kunststücken gut unterhalten haben. Die Landschaft ist wunderschön, aber auch nicht so einfach zugänglich.

Auf der Fahrt Richtung Hyden haben wir einen Stop in York gemacht, einer typischen australischen Ortschaft.

Zu unserer Überraschung gibt es in York mitten in der Stadt ein Oldtimer-Museum. Es erstreckt sich über 3 Hallen und ist vollgestopft mit Oldtimern, alten Plakaten und sonstigen Kleinigkeiten.

 

Eine Halle widmet sich dem Autorennen und auch hier waren schöne Oldtimer zu bewundern. Sie sind in erstaunlich gutem Zustand und wirken wie neu.

Richtung Hyden ging es durch endloses Farmland. Die Felder waren abgeerntet und werden nun abgebrannt. In Kulin haben wir im Ort kostenlos übernachten können und ab 18:00 Uhr war kein Mensch mehr unterwegs.

In Kulin beginnt der sog. "Tin Horse Highway". Entlang der Straße haben die Farmer originelle Blechskulpturen aufgestellt. Ein origineller Weg, Touris anzulocken. Dieser Highway wird inzwischen recht gut vermarktet.

So, hier noch ein paar Tin-Horse-Kunstwerke.

Das war es mit den Tin-Horses. Nach dem vielen Anhalten und Fotografieren waren wir ziemlich kaputt und sind viel später in Hyden angekommen als geplant. Dort war erst einmal Erholung angesagt.

07.04.14-14.04.14

 

 

Frohe Ostern

wünschen

Gisela und Ingolf

 


(jeder darf sich einen Osterhasen aus dem Regal nehmen)

Die letzte Küstenetappe führte in den Torndirrup Nationalpark. Schwimmen ist hier nicht möglich, dafür gibt es hier wieder gewaltige Granitformationen und eine starke Brandung. Diese Gegend gefiel uns besonders gut und so verbrachten wie ein paar Tage dort.

Die anschließende Fahrt durch die gewaltigen Karriwälder war eine schöne Abwechslung nach der langen Strandetappe. Es war hier etwas kühler und fast menschenleer. Übernachtet haben wir mitten im Wald und nach 19:00 Uhr sieht man die Hand vor den Augen nicht mehr. Ohne Taschenlampe würde man den Camper kaum wiederfinden.

Es gibt auch hier immer wieder schöne Wanderwege zu den schönsten und ältesten Bäumen. Einige sind um die 400 Jahre alt und bis zu 90 Meter hoch.

Einige der höchsten Bäume wurden früher genutzt, um die Waldbrände frühzeitig zu entdecken. In der Baumkrone hat man kleine "Baumhütten" befestigt, die in der heißen Jahreszeit "bewohnt" waren. Heute sind noch 3 von diesen Bäumen für Touristen zum Besteigen freigegeben.

 

Der höchste von ihnen ist der Dave Evans Bicentennial. Die Plattform liegt auf 75 m Höhe und 130 Stahlsprossen führen hinauf. Bei starkem Wind schwankt die Plattform um 1,5 m in jede Richtung. Eine Sicherung gibt es nicht und so war klar, wer hinauf muß.

Oben muß man sich noch über diverse Leitern und Plattformen zwängen, dann hat man es geschafft. Man benötigt dann noch 2-3 Minuten, um den Puls wieder zu beruhigen und auch die Beine zittern ein wenig von der Anstrengung (mehr wohl aber von der Aufregung).

 

Die Fernsicht ist natürlich unglaublich und bei schönem Wetter kann man bis zu 40 km weit blicken.

 

Dann geht es rückwärts wieder hinab und unten angekommen fühlt man sich aufgeputscht.

Nach den Wäldern war dann wieder Strand angesagt. Noch wenige Tage bis zu den Osterferien, dann ist hier alles ausgebucht und massiv überteuert. Wir genießen die letzten "leeren" Tage südlich von Perth und bleiben in Busselton.

 

Hier in Busselton gibt es viele Campingplätze und wir suchen lange, bis wir einen geeigneten Stellplatz finden. Ein Highlight hier ist der Jetty, der 1,8 km in das Meer hineinragt. Nach leckeren Calarmari mit Pommes ist der Jetty für einen Verdauungsspaziergang bestens geeignet.

Busselton-Jetty (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Busselton-Jetty (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Ansonsten gab es in dieser Gegend natürlich wieder viele schöne Strände und auch ein paar Leuchttürme.

Bis nach Perth war es dann nicht mehr weit. Der zunehmende Autoverkehr und der 2spurige Highway waren nach der langen einsamen Etappe gewöhnungsbedürftig. Dafür wurde das Benzin auch wieder billiger und die Einkaufszentren reihten sich aneinander.

01.04.14-06.04.14

Ein Highlight der langen Fahrt über den Nullarbor sind die weiten Steilküsten. An einigen Stellen führt der Highway fast direkt entlang der Klippen und so können wir den schönen Blick genießen.

 

Der Anblick der Wale bleibt uns leider verwehrt, da die Saison erst in einigen Monaten beginnt. Dann tummeln sich die großen Säuger direkt an der Küste und sind wunderbar zu beobachten.

 

Nullarbor - Steilküste und sonst Nichts (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Nullarbor - Steilküste und sonst Nichts (zum Vergrößern bitte Anklicken)

 

Bei Eucla gibt es noch eine große Dünenlandschaft und eine verlassene Telegrafenstation, die langsam versandet. Ein netter Stop, um die Beine zu vertreten.

 

An der Grenze nach Westaustralien wird jedes Fahrzeug angehalten und auf Honig und frisches Obst und Gemüse durchsucht. Ein paar Meter weiter standen dann die netten Herren von der hiesigen Polizei und jeder Fahrer muß in die "Röhre pusten" (und das schon um 9:00 Uhr). Das Limit liegt hier bei 0,05.

 

Irgendwann hat dann die Fahrerei auf dem Nullarbor ein Ende und man erreicht mit Norseman den ersten Ort in Westaustralien. Hier noch ein paar Bilder von der Überfahrt.

Salzsee bei Norseman (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Salzsee bei Norseman (zum Vergrößern bitte Anklicken)

In Norseman hieß es dann abbiegen Richtung Küste, genauer Esperance. Die Stadt selber empfande wir als absolut nicht sehenswert. Der nahegelegene Nationalpark Cape le Grand mit seinen Stränden ist jedoch ein Traum. Der einfache Campground liegt direkt an der Lucky Bay und dort haben wir uns von der langen Etappe auf dem Nullarbor erholt.

 

Unser Strandfavourit bisher heißt eindeutig Lucky Bay.

Lucky Bay (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Lucky Bay (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Es war Wochenende, aber für unsere Verhältnisse war der Strand recht leer. Eine Besonderheit hier sind die Känguruhs, die tatsächlich am Strand in der Sonne liegen und es sich gut gehen lassen. Sie sind inzwischen sehr zutraulich und lassen sich kaum stören.

Zwischen den Stränden gibt es hier große Granitfelsen. Auf ihnen kann man wunderbar herumlaufen und die Aussicht genießen.

Auf die Strände hier im Westen kann man doch etwas neidisch werden. Es finden sich hier unglaublich viele und schöne Strände, die oft menschenleer sind. Ein weiterer Traumstrand befindet sich nur eine Bucht von Lucky Bay entfernt, die Hellfire Bay.

Hellfire Bay (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Hellfire Bay (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Von Strand zu Strand ging es dann immer weiter Richtung Westen. Die Strände sind nicht immer zum Baden geeignet, oft ist die Brandung rauh und nur sehr gute Surfer gehen ins Wasser.

Nach all den Stränden geht es in die letzten großen Karri-Wälder Australiens.

26.03.14-31.03.14

Die letzte Station vor Port Augusta war Woomera. Dieser Ort inklusive 127.000 qkm waren bis 1982 Speergebiet. Hier wurden Raketen aller Größen und sogar Nuklearwaffen getestet. Heute ist die Stadt frei zugänglich und das Speergebiet ist lange nicht mehr so groß. Im Ort sind noch diverse Überreste der Vergangenheit zu sehen.

 

Port Augusta, die nächste größere Stadt, war nicht besonders interessant. Die Vorräte wurden aufgefüllt und der Camper einmal durchgepustet. Vor der langen Fahrt nach Westaustralien drehten wir noch eine Runde auf der Eyre Peninsula. Das Wetter war nach der langen Hitzeperiode etwas kühl, dafür gab es sie nicht mehr, die Fliegen. Es war eine Wohltat, nicht mehr den ganzen Tag mit den Händen herumwedeln zu müssen.

 

In Whyalla ist ein großes Stahlwerk zu besichtigen. Wir haben die Chance genutzt und die Tour war ganz informativ. Man bekam einen guten Eindruck, warum Australien relativ reich ist, nämlich durch die enormen Bodenschätze.

Auf der Halbinsel reiht sich Strand an Strand, jedoch nicht immer einladend und zum Baden geeignet. Trotzdem waren die Campingplätze sehr gut gefüllt mit Rentner, die den ganzen Tag am Angeln sind

Jeder Ort versucht auch hier, irgendwie die Touris zu ködern. Meistens sind es aber nur ein paar bunte Bilder oder ein originelles Ortsschild. Ansonsten sind die Orte austauschbar und bieten nicht viel (außer Angeln).

An der Westküste der Halbinsel war es dann fast vorbei mit den Orten. Es gibt hier nur große Farmen und einige schöne Campingplätze in der Natur gelegen. Zu unserer Überraschung gab es viele hohe Sanddünen zu erkunden. Den Rückweg zu finden, war nicht immer einfach. Wir wollten unsere Spuren zurückverfolgen, diese waren durch den starken Wind aber in Minuten verschwunden.

Eine weiter schöne Laune der Natur waren Murphys Haystacks. Diese Granitfelsen stehen dekorativ auf einer Farm und sind eine Wanderung in jedem Fall Wert.

Roadtrains dürfen hier im Süden nicht mehr fahren, zumindest die 54 Meter langen. Hier noch ein besonders schönes Exemplar, aufgenommen irgendwo auf einem Parkplatz.

Roadtrain im Outback
Roadtrain im Outback

Dann stand die längste Etappe an, die man in Australien fahren kann. Der sog. Nullarbor führt von Ceduna in Südaustralien bis nach Norseman in Westaustralien. Bis auf ein paar Roadhäuser fährt man hier 1200 km durch weite und sehr einsame Landschaften.

 

Wer möchte, kann nebenbei noch den längsten Golfkurs der Welt absolvieren. Die 18 Löcher sind über mehr als 1300 km verteilt, an jedem Roadhouse befindet sich eines davon.

 

Übernachtet haben wir irgendwo im Busch dicht am Highway und die Etappen waren doch recht ermüdend. Vor allem das längste gerade Straßenstück der Welt mit 145,6 km kann recht gefährlich sein. Daher haben wir uns 3 Tage Zeit für die Strecke gelassen.

 

AC/DC waren hier irgendwann mit dem Tourbus unterwegs. Entstanden ist dabei der Song "Highway to Hell".

Roadhouse in der unendlichen Weite
Roadhouse in der unendlichen Weite
Camping im Busch mit Sonnenuntergang
Camping im Busch mit Sonnenuntergang

20.03.14-25.03.14

Weiter ging es in Coober Pedy mit dem Besuch einer inzwischen stillgelegten Opal-Mine. Diese ist heute nur noch für Touris gedacht und man kann nach der Besichtigungstour unter der Erde sein letztes Geld für Opale ausgeben. Die Tour ist interessant und es ist schon erstaunlich eng in den Stollen.

Neben dem Stollen gibt es hier auch eine früher genutzte in den Berg gehauene Wohnung zu besichtigen. Die Einrichtung ist etwas altbacken, aber man hat schon eine gute Vorstellung, wie es sich unter der Erde lebt.

Den Verkaufsraum haben wir dann relativ schnell hinter uns gelassen, da uns die Opale nicht sonderlich angesprochen haben und wir nur mit Kleingeld unterwegs waren. Die schwarzen Opale sind die teuersten, soviel haben wir behalten.

Coober Pedy ist recht verwirrend, da überall altes und neues Minengerät herumsteht und man fast immer um irgendwelche Erdhügel fahren muß. So gab es eine Menge Schnappschüße zu machen und auch unser Campingplatz war diesmal etwas anders. Wegen der Hitze und des ewigen Staub ist hier vieles überdacht oder gleich ganz eingepackt, wie z.B. der Pool.

Blick auf Coober Pedy (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Blick auf Coober Pedy (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Was macht man in Coober Pedy, wenn man nicht nach Opalen sucht? Natürlich spielt man Golf. Der Golfplatz ist nicht unbedingt als solcher zu erkennen und man sollte farbige Golfbälle nutzen (weiße Golfbälle wird man kaum wiederfinden).

Hier noch einmal der Golfplatz in seiner ganzen Pracht.

Golfplatz von Coober Pedy (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Golfplatz von Coober Pedy (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Das eigentliche Highlight von Coober Pedy sind aber die Breakaways. Auf einem knapp 70 km langen Rundkurs kann man diese traumhafte farbenfrohe Landschaft erkunden. Hier erstreckte sich früher ein großer Inlandsee und heute ist es einer der heißesten Orte Australiens.

 

Schon die Anfahrt in diese endlose und einsame Landschaft ins faszinierend.

Piste zu den Breakaways (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Piste zu den Breakaways (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Weil es einfach wunderschön war, hier noch 2 Panoramaaufnahmen.

Breakaways (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Breakaways (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Breakaways (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Breakaways (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Man passiert hier noch den sog. Dingo-Zaun. Dieser soll die Schafe im Süden vor den blutrünstigen Dingos aus dem Norden schützen. Wer einmal die aus unserer Sicht ziemlich abgemagerten Dingos gesehen hat, kann sich kaum vorstellen, daß sie Schafe reißen können.

 

Der Zaun ist knapp 5412 km lang.

Dingo-Fence (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Dingo-Fence (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Von Coober Pedy ging es dann Richtung Port Augusta. Unterwegs passiert man div. ausgetrocknete Salzseen. An einem, dem Lake Hart, wollten wir übernachten. Hier waren die Fliegen (ja, es gibt sie noch) so aktiv, das wir nach einer halben Stunde die Schnauze von ihnen voll hatten und weiter gefahren sind.

Salzwüste Lake Hart (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Salzwüste Lake Hart (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Im Roadhouse Pimba haben wir dann einen schönen (kostenlosen) Platz zum Übernachten gefunden. Mit dem Sonnenuntergang verschwanden auch die Fliegen.

16.03.14-19.03.14

Am Ayers Rock gibt es 3 Möglichkeiten. Man steigt hinauf, man läuft herum oder man macht gar nichts. Wir haben uns für das herumlaufen entschieden, knapp 10,5 km. Oben waren wir vor vielen Jahren schon einmal, bis auf die Sicht ist es eigentlich nichts Besonderes. Die Entscheidung wäre sowieso egal gewesen, da der Aufstieg wegen des starken Windes gesperrt war.

 

Der Berg ist zwar nur knapp 350 m hoch, der Aufstieg ist aber sehr steil und ungeschützt. Die Hitze und die Anstrengung hat schon so einigen das Leben gekostet (ca. 35).

 

Der nächste Pflichttermin ist dann der Sonnenuntergang. Es war auch hier Nebensaison und der extra für den Sonnenuntergang angelegte Parkplatz war relativ leer. Sonnenuntergang war um 19:07 Uhr.

 

Es ist schon beeindruckend, wie der Berg seine Farben innerhalb einer halben Stunde verändert.

Ayers Rock (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Ayers Rock (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Knapp 50 km entfernt liegen die Olgas. Hier gibt es die wunderschöne Wanderung "Valley of the winds". Schon früh am Morgen ging es los, da wegen der Hitze auch hier ab 11:00 Uhr der Zugang gesperrt wird.

 

Die Wanderung ist knapp 7 km lang und führt durch eine tolle Landschaft. Die Fliegen waren auch schon da und haben uns auch hier begleitet.

Olgas (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Olgas (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Olgas (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Olgas (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Zum Kings Canyon sind es dann knapp 300 km. Hier war erst einmal Urlaub angesagt, da es dort einen schönen Pool gibt. Das nächste Highlight war dann die Wanderung am Kings Canyon. Zuerst geht es ein steiles Stück bergauf, dann auf schöner Strecke am Canyonrand entlang.

 

Hier waren nicht nur unzählige Fliegen, sondern zu unserer Überraschung auch sehr viele Gruppen unterwegs, überwiegend Backpacker. Auch das Paar aus Hamburg, die wir vorgestern auf der Olga-Wanderung getroffen haben, ist wieder mit dabei.

Kings Canyon (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Kings Canyon (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Kings Canyon (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Kings Canyon (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Das war es dann erst einmal mit den Wanderungen und dem Zentrum Australiens. Zurück ging es auf einer langen Etappe Richtung Süden mit dem Ziel Coober Pedy.

 

Hier werden ca. 90% der weltweit gefundenen Opale abgebaut. Man fährt und plötzlich erscheinen unzählige "Maulwurfshügel". Die Stadt ist einen Stopp wert und es gibt einiges zu sehen.

Opalmienen (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Opalmienen (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Das die Australier durchaus Humor haben, sieht man auf dem Friedhof von Coober Pedy. Hier sticht besonders ein Grab hervor, welches man bei uns in Deutschland so wohl nicht schmücken dürfte.

Da Coober Pedy in einer extrem heißen und staubigen Gegend liegt, leben ca. 50 % der 1700 Einwohner in sogenannten Dugouts. Diese in den Berg hineingegrabenen Wohnungen haben konstant 23-25 Grad. Einige von ihnen sollen bis zu 450 qm groß und sehr luxeriös eingerichtet sein.

 

Die Kirchen liegen z.T. auch unter der Erde und sind einen Besuch wert. Hier ein paar Bilder der "Serbischen Orthodoxen" und der "Catacomb Church".

 

Sehr viele der Opalsucher kommen übrigens aus dem ehemaligen Ostblock, Griechenland, Italien....

11.03.14-15.03.14

Auf wunderschön zu fahrendem Highway sind wir im Zentrum von Australien angelangt. In Alice Springs ist gerade Nebensaison und so waren nicht viele Touris hier unterwegs. Wie immer ging es auch hier zuerst in die Touristeninfo und dann zum Einkaufen.

 

Alice Springs bietet nicht allzu viele Attraktionen. Wer jedoch einmal Reptilien sehen möchte, ist hier bestens aufgehoben. Alles, was man selber nicht sieht oder übersieht ist im Reptile-House zu beobachten.

Schlangen gibt es natürlich auch zu sehen (wir haben in 2 Monaten noch nicht eine lebende Schlange gesichtet). Sie sehen hinter Glas recht entzückend aus, sind oft aber hochgiftig. Hier mal 2 schöne Exemplare (beide ziemlich giftig).

Was es so alles an Reptilien gibt, ist unglaublich. Wir haben zwar schon einiges davon gesehen, viele kleine Tiere liegen aber in der Hitze in irgendwelchen Spalten und sind kaum zu sehen.

Unser absoluter Favourit, der Thorny Devil. Diesen kleinen Ameisenfresser haben wir schon ein paar mal gesehen, hier konnte man ihr aber in Ruhe ausgiebig beobachten. Er sieht aus wie ein Drachen in Miniaturausgabe, ist aber absolut harmlos (was die Ameisen aber anders sehen).

Und das Schönste, man kann die Tiere (bis auf die Giftschlangen) auch in die Hand nehmen. Die Erklärungen der Rangerin waren sehr interessant und man hat viel Spaß mit den Reptilien. Die Phyton hat es uns besonders angetan. Mit 7 kg war sie schon recht schwer und man konnte spüren, das sie eine Menge Kraft besitzt. Sie war aber sehr "verspielt".

Nach so viel Krabbelgetier ging es in die East MacDonnell-Ranges. In der Trephina Gorge war nicht viel los, nur 2 Touriautos standen dort. Dafür wurden wir auch hier wieder von unzähligen Fliegen angefallen und erst gegen 19:30 Uhr waren sie verschwunden und man konnte sich von den Plagegeistern erholen. Es ist kaum zu glauben, aber 12 Stunden Fliegen um (und in) einem können ganz schön nerven.

 

Die Wanderung in der Trephina-Gorge war sehr schön, fast wären wir dort von einem Gewitter überrascht worden, welches aber im letzten Moment die Richtung wechselte.

Trephina-Gorge (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Trephina-Gorge (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Trephina-Gorge (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Trephina-Gorge (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Natürlich gibt es auch eine West MacDonnell-Range, die zu unserem "Glück" ebenso viele Fliegen hatte wie die andere Seite. Dazu waren die Temperaturen wieder einmal extrem hoch und so haben wir dort nur kleine Wanderungen unternommen.

Hier wieder einmal Bilder aus der Rubrik "Diverses"

Nach 2 Ruhetagen in Alice hieß die nächste Etappe Ayers Rock. Dieser liegt "nur" knapp 460 km von Alice Springs entfernt und bis auf 4 Roadhäuser gibt es nur unendliche Weite.

 

Yulara ist das tourischtische Zentrum des Ayers Rock mit Supermark, vielen (teueren) Hotels und einem Campground.

 

Begrüßt wurden wir mit 37 Grad und.......vielen Fliegen.

07.03.14-10.03.14

Weiter ging es auf dem Oodnadatta-Track Richtung William Creek Hotel/Pub/Roadhouse. Dieses urige Gebäude hat hier schon fast Kultstatus und es ist auf dem langen Track die einzige Anlaufstelle für Benzin/Getränke und Essen. Natürlich haben auch wir hier eine länger fliegenfreie Pause eingelegt und uns etwas zum Essen gegönnt (Pies mit Pommes).

Gleich nebenan befindet sich die Anna Creek Station, eine große Rinderfarm. Farmen gibt es ja nun genug in Australien, Anna Creek ist jedoch die größte Farm der Welt mit unvorstellbaren 24.000 qkm. Da die Vegetation hier in der langen Trockenheit sehr karg ist, wechselt die Anzahl der Rinder permanent. In 2012 waren es z.B. 17.000 Rinder.

 

Ebenfalls in der Nähe befindet sich das Woomera Testgelände für Raketen. Sogar Atomwaffen wurden hier schon getestet. Natürlich stehen in William Creek diverse Relikte der Vergangenheit herum.

200 km vor dem Ende des Track befindet sich der einzige größer Ort weit und breit. Oodnadatta hat ca. 280 Einwohner und das einzige Highlight hier ist das Pink Roadhouse. Es ist auch gleichzeitig das "Zentrum" und hier bekommt man die wichtigsten Sachen für den täglichen Bedarf.

Dann hatte die Piste ein Ende und damit auch die Rüttelei und der Staub. Nach 600 km ist es ganz schön, wieder auf einer Asphaltstrasse zu fahren. Am ersten Roadhaus haben wir dann den gröbsten Staub entfernt und dann ging es auch schon Richtung Alice Springs.

 

Hier im Northern Territory erfolgt der Güter-/Warenverkehr zum größten Teil mit Roadtrains. Diese können bis zu 54 m lang sein und das Gewicht liegt im Extremfall bei 200 Tonnen. Für das Überholen wird ein Strecke von 1 Kilometer Platz empfohlen, wir verzichten jedoch darauf, da die Roadtrains meistens recht flott unterwegs sind. Ein Überholen auf Piste ist lebensgefährlich, da man nichts sehen kann.

Die Fahrer sind oft sehr stolz auf ihre Roadtrains und freuen sich oft, wenn man ein Bild macht. An den Roadhäusern ist die Gelegenheit gut, die Fahrzeuge zu fotografieren.

Alice Springs ist unangefochten der Mittelpunkt Australiens und mit 24.000 Einwohner weit und breit die größte Stadt. Hier kann man seine Vorräte wieder auffüllen und die Stadt ist Ausgangspunkt für Ausflüge in die MacDonnell Ranges.

 

Das große Wandgemälde an einem Supermarkt fällt auf, sobald man in die Stadt fährt.

In Alice haben wir 2 Tage Pause eingelegt und nicht viel unternommen. Anschließend ging es für 2 Tage in die MacDonnell Ranges, Bilder folgen noch.

 

Hier noch die Rubrik "Sonstige Bilder"

01.03.14-06.03.14

Hier mußte der Reiseblog getrennt werden, da die Ladezeiten sonst zu lang werden.


Auf der Fahrt zu den Flinders Ranges verbrachten wir noch eine Nacht auf einer Farm, die von der Merinozucht lebt. Wir konnten uns lange mit der jungen Familie unterhalten, die in 5. Generation die Farm betreibt. Für 10 A$ konnten wir dort übernachten, jedoch ohne Wasser und Toiletten. Dafür standen wir in wunderschöner Natur ganz alleine in der Wildnis. Die Farm ist 55 qkm groß, für diese Verhältnisse eher klein.

Man kann sich kaum vorstellen, wie dunkel es hier Abends ohne Laternen oder sonstige Lichtquellen wird. Dafür ist der Blick auf den Sternenhimmel umso schöner.

Dann ging es endgültig in den Flinders Ranges Nationalpark. Hier war es zu unserer Überraschung fast menschenleer.

Flinders Ranges (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Flinders Ranges (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Es gibt hier diverse Wanderungen unterschiedlicher Länge. Auf 2 Wanderungen sind wir insgesamt knapp 32 km gelaufen und auch hier haben wir keine Menschenseele getroffen. Die Wege sind sehr gut ausgeschildert und in gutem Zustand.

Die Wanderung zum Bridal Gap war besonders schön. Nach einem anstrengenden Anstieg wurden wir mit einer schönen Aussicht belohnt.

Tiere gibt es auch zu sehen, vor allem Emus. Die Schlangen lassen weiter auf sich warten, dafür waren viele Känguruhs bzw. Echsen unterwegs.

Besonders lustig fanden wir eine lange "Raupenparade". Die Raupen sind fast ohne Abstand dicht an dicht gekrabbelt. Wir glauben, das sie damit etwas Vorgaukeln wollen (Schlange?), um Feinde abzuhalten.

Da wir keinen Allrad haben, können wir bestimmte Strecken nicht fahren. Ein Track ist jedoch bei guter Straße auch für uns möglich, der Oodnadatta-Track. Dieser führt ca. 600 km über Piste bis zum Stuart-Highway, der nach Alice Springs führt.

Wir haben uns mehrfach erkundigt, die Straßenbedingungen sollen soweit gut sein. So sind wir dann langsam los und der Ort Marree war der Startpunkt für den Track.

 

Marree ist nach unseren Maßstäben eher ein "Kaff", war früher aber Durchgangsbahnhof für den Schienenverkehr in das Zentrum. Heute stehen die alten Dieselloks noch in der Gegend herum.

Der Oodnadatta-Track führt entlang der alten Eisenbahnroute und es gibt nur 1 Roadhouse mit Pub und nach 400 km einen kleinen Ort. Ansonsten waren wir auf der Strecke wieder sehr einsam, insgesamt haben wir nur knapp 8-10 Fahrzeuge an 2 1/2 Tagen gesehen. Wir hatten fast 40 Liter Wasser (und Bier) dabei, hätten bei einer Panne also noch einige Tage aushalten können.

 

Die erste Nacht in Curdimurka, einer alten Eisenbahnruine, war ein Erlebnis. Einsamer geht es kaum.

Was in Neuseeland die Sandflies, sind hier die Fliegen. Man kann es sich kaum vorstellen, wie aggressiv Fliegen machen können. Durch den Regen vor ca. 14 Tagen haben sich diese Viecher explosionsartig vermehrt. Man verläßt den Camper und nach 5 Sekunden schwirren kleine Fliegen um einen herum und versuchen, in Nase, Ohr oder Mund zu gelangen.

 

Vom Geschmack sind sie zwar neutral, man kann aber kaum den Mund öffnen und erst gegen 20:00 Uhr sind sie wie von Geisterhand verschwunden.

Unterwegs (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Unterwegs (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Die Gegend ist sehr lebensfeindlich und es wächst nur wenig Gras bzw. Büsche. Sobald aber Wasser vorhanden ist, entsteht eine grüne Oase. Es gibt hier einige Quellen, aus denen das Süßwasser des großen artesischen Becken sprudelt. Das Wasser findet unterirdisch seinen Weg aus dem fernen Queensland und befindet sich tief unter der Erde. Das Süßwasservorkommen wird auf knapp 65.000 Kubikkilometer geschätzt.

 

Eine Besichtigung von Mound Springs am frühen Morgen gehörte natürlich dazu. Die Quellen sind nur 4 Kilometer von der Piste entfernt und das extreme Grün paßt überhaupt nicht in diese ansonsten so karge Landschaft.

Mound Springs (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Mound Springs (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Der Lake Eyre ist zur Zeit trocken, daher gab es nur eine endlose Salzwüste zu sehen. Der See ist im Schnitt nur 4x pro Jahrhundert komplett gefüllt und ist dann der größte See überhaupt. Er liegt 17 m unter dem Meeresspiegel und die Ausdehnung beträgt knapp 10.000 qkm, wenn er gefüllt ist.

Auf dem Track (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Auf dem Track (zum Vergrößern bitte Anklicken)