Costa Rica


Die Reiseroute durch Costa Rica (vergrößern durch Anklicken)

Zurück aus Costa Rica. Es war eine interessante Reise in einer netten Gruppe mit einem guten Guide und einem sehr netten Fahrer. Landschaftlich ist das Land nicht so aufregend und auch die Städte sind eher langweilig und ohne Besonderheiten. Dafür war das Wetter sehr gut, bis auf 30 Minuten Niesel trocken und z.T. sehr heiß. Höhepunkt war die Tierwelt, von der wir sicher nur einen kleinen Teil gesehen haben.

 

Hier nun ein kleiner Bericht und ein paar Bilder:

 

 

Auf geht es zur Gruppenreise mit Wikinger. Während des Check-In am Frankfurter Flughafen traf man schon die ersten Teilnehmer der Reise. Auch im Flieger traf man sich wieder und tauschte die ersten Informationen aus. In Madrid hatten wir sportliche 60 Minuten Zeit, um von Terminal 4 nach 4S zu kommen. Nun lagen noch etwas über 10 Stunden Flug bis in die Hauptstadt San Jose vor uns, kam mir diesmal viel länger vor.

Vor dem Flughafen stand schon unser Guide Fabio mit einem Wikinger-Schild. Es waren alle Teilnehmer angekommen, jedoch sind 3 von ihnen erst einmal ohne Gepäck geblieben (ist dann nach 3 Tagen nachgekommen). Bei 15 Teilnehmer keine schlechte Quote für Iberia.

Bis zur ersten Unterkunft war es nicht weit und wir bezogen unsere Zimmer in einem schönen Hotel. Beim Abendessen lernte man die ersten Teilnehmer etwas besser kennen, schien eine nette Gruppe zu werden. Nach dem Abendessen (nicht günstig, aber sehr lecker) ging es bald ins Bett, denn am nächsten Morgen startete die Rundreise pünktlich.

Unser Bus hatte 30 Sitzplätze für 15 Teilnehmer, Platzmangel gab es also nicht. Unser Fahrer Oswaldo fuhr umsichtig und machte einen sehr netten Eindruck und so ging es auf die erste Etappe.

Unsere nächste Station war Monteverde, dort blieben wir 2 Nächte. Die Unterkunft lag idyllisch im Grünen und am nächsten Tag fuhren wir in den Nebelwald zu einer Wanderung. Der Nebel blieb aus, es schien den ganzen Tag die Sonne. Tiere sahen wir auch nicht so richtig, trotzdem war die Wanderung schön und wir erfuhren einiges von unserem Guide über Flora und Fauna.

Nach der Wanderung konnten wir fakultativ an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen. Mich verschlug es zu den Kolibris, die es in Costa Rica in großer Zahl gibt. Die Kolibris sind z.T. sehr klein, können seitwärts und sogar rückwärts fliegen und sie erreichen extreme Geschwindigkeiten. Auch die Beschleunigung ist mit dem etwa zehnfachen der
Erdbeschleunigung beeindruckend, dementsprechend schwer ist es, sie halbwegs vernünftig zu fotografieren. Die Kolibris leben hier völlig frei, nehmen natürlich die angebotenen Nektarspender dankend an.

 

Die einzelnen Arten der Kolibris erspare ich mir hier, da ich sie nicht kenne.

Der Versuch, Bilder von Kolibris im Flug zu machen, ist wegen eines fehlenden lichtstarken Teleobjektiv nicht einfach. Der Autofocus der Kamera hat es bei 40-50 Flügelschlägen pro Sekunde auch nicht einfach. Es bleibt nur die Möglichkeit, ein paar Bilder mehr zu machen. Nach einiger Zeit klappt es dann immer besser, aber auch das Beobachten der Vögel aus kurzer Distanz ist wunderschön. Sie setzen sich sogar auf die Finger, um von dort den Nektar zu trinken.

Die nächste Wanderung machten wir am Vulkan Arenal, der aktivste Vulkan in Costa Rica. Nach 400 Jahren Ruhe war er zuletzt im Mai 2010 aktiv, 1968 wurden 640 Millionen Kubikmeter Lava ausgestoßen.

Auf der Wanderung sahen wir die ersten Vögel und Schlangen. Die Schlangen hätte von uns niemand entdeckt, da sie sehr klein und dünn sind. Als Nichtschlangenexperte habe ich beschlossen, die Schlangen als Greifschwanz-Lanzenottern zu identifizieren (gibt es in mehreren Farben). Die Greifschwanz-Lanzenotter ist stark giftig, warnt vor dem Giftbiss nicht (wäre ja noch schöner) und stößt auf Entfernungen bis zu einer halben Körperlänge zu.

 

Ich habe versucht, die Namen der Tiere herauszufinden (danke Internet), leider blieb es häufig beim Versuch, sorry.

Wir übernachteten im Arenal Paraiso Resort, einer großen Anlagen in einer sehr schönen Gartenumgebung  mit Blick auf den schlafenden Vulkan Arenal.

Auf ging es zu einer Bootsfahrt auf dem Rio Frio. Die Fahrt mit dem Bus dauerte knapp 2 Stunden und wir passierten viele große Plantagen. Nach einer kurzen Kaffeepause fuhren wir in gemütlichen Booten den Fluß entlang fast bis nach Nicaragua, welches nur noch 5 km entfernt liegt.

 

Die Grünen Leguane sind reichlich vertreten und sehen beeindruckend aus.

Auch Kaimane liegen verpennt am Ufer und genießen die Sonne.

Vögel sieht man reichlich, sind aber in den Bäumen nur schwer zu sehen und schon gar nicht zu fotografieren. Das gilt auch für die Affen, die oft nur kurz zu sehen sind.

Die Bootsfahrt war sehr schön und wir verbrachten die letzte Nach bei La Fortuna. Am nächsten Morgen hielten wir für einen individuellen Stadtbummel in der kleinen Stadt. Wie anfangs bereits geschrieben sind die Orte langweilig und bieten eigentlich nur Einkaufsmöglichkeiten.

Der Aufenthalt in der Laguna de Lagarto Lodge sollte ein weiterer Höhepunkt der Reise werden. Auf der Hinfahrt stoppten wir noch kurz an einer großen Ananasplantage, bevor es auf ungeteerter Piste (davon gibt es reichlich in Costa Rica) in den Regenwald ging.

 

Die Lodge liegt unweit des Rio San Carlos und Nicaragua ist nicht weit entfernt. Sie ist einfach eingerichtet, aber wunderschön.

Die bunten Vögel sind die Stars hier. Freilebend, aber die leckeren Bananen sind zu verlockend. So kann man sie aus wenigen Metern von der überdachten Holzterasse beobachten. Die Papageien sind verspielt und sehr zahlreich vertreten.

Kaum zu glauben, aber auch wunderschöne Tukane lassen für Bananen alles stehen und kommen gerne vorbei.

Costa Rica ist bekannt für seine bunten Frösche. Problem, sie sind zwar bunt, aber die Kleinsten sind nur 2-3 Zentimer groß und nicht leicht zu entdecken. Es gibt noch so viele wunderschöne bunte Frösche in Costa Rica. Viele sind nachtaktiv und nur mit viel Zeit zu entdecken.

Frösche gibt es scheinbar reichlich und nicht weit entfernt von unserer Lodge konnte man auf einem Privatgelände Frösche sehen. Ein großer Teich dient als Lebensraum, ob die Frösche alle dort leben oder in Gläser gehalten werden konnten wir nicht feststellen. Angeblich nicht, aber....

 

Natürlich fehlte auch hier das richtige Objektiv, ein gutes Licht und viel Zeit, die man in einer Gruppe nicht hat.

In dieser Lodge hätte man noch einen Tag länger bleiben können. Neben den Papageien und Tukane gab es noch eine Reihe anderer Vögel zu sehen.

Auf dem Rio San Carlos unternahm ein kleiner Teil der Gruppe eine Bootsfahrt. Viel gab es nicht zu sehen, lustig war es in jedem Fall. Zumindest sahen wir ein sehr großes Krokodil und machten einen kleinen Spaziergang am Ufer des Rio San Carlos.

Das Frühstück bzw. Abendessen war immer sehr reichthaltig, daher machten wir nur selten eine Mittagspause. Hier hielten wir an einem einfachen Restaurant, bevor es weiter Richtung Sarapiqui ging. Dort konnten wir zuschauen, wie man einfach Schokolade herstellen kann. Der Geschmack war sehr intensiv und viel konnte man nicht davon essen, obwohl es sehr lecker war.

Es blieb noch Zeit für eine Wanderung über eine lange Hängebrücke und durch den Regenwald.

Den höchsten Punkt der Reise errichten wir am Vulkan Irazu mit 3.432 Meter. Hier hatten wir Zeit für einen kleinen Spaziergang und selbst in dieser Höhe war es nicht kalt.

Steil hinab fuhren wir in das Savegre-Tal. Die schön gelegene Lodge bot ein reichhaltiges Essen und Natur pur. Früh am Morgen ging es auf die Pirsch nach dem Quetzal, dem Göttervogel. Wir hatten großes Glück und sahen ein Paar. Leider hatten sie nicht viel über für ein schönes Foto, aber wir konnten sie immerhin kurz in ihrer ganzen Pracht beobachten, bevor sie davonflogen.

Auch im Savegre-Tal machten wir eine kleine Wanderung am Fluß entlang.

Auch hier gab es Kolibris im Überfluß und da sie so schön aussehen, hier noch ein paar Bilder.

Die Atlantikküste war unser nächstes Ziel, genauer die Costa Ballena. So richtig ergiebig war dieser Stop nicht, erinnerte eher an das Bali vor 30 Jahre.

Quepos war der letzte kurze Stop vor dem bekannten Manuel Antonio Nationalpark. Ein kurzer Spaziergang an der Waterfront, bevor es weiterging.

Nur 100 Meter vor dem Eingang in den Nationalpark lag unser Hotel El Faro. Es paßte gar nicht zu den Hotels der Reise. Diese lagen meistens ruhig in grüner Umgebung, das El Faro war eher ein typischer Hotelklotz. Originell war allerdings, das es aus Containern gebaut wurde und so waren die Zimmer lang und schmal.

Der Nationalpark Manuel Antonio war etwas enttäuschend. So viele Menschen sahen wir bisher nicht annähernd und wir waren erstaunt, wo die ganzen Gruppen herkamen. Viele haben die 16 US$ nur gezahlt, um sich an die schönen Strände des Manuel Antonio zu legen.

 

Die Temperatur lag bei feuchten 33 Grad, nicht die besten Voraussetzungen für die Tierbeobachtung.

Die Affen im Nationalpark und im angrenzenden Ort waren ziemlich frech und man mußte auf seine Sachen sehr gut aufpassen.

Der kleine Ort war komplett auf den Tourismus ausgelegt. Zwei Tage hier haben gelangt.

Langsam ging die Reise dem Ende zu. Hier in Manuel Antonio gab es das Abschiedsessen, denn das erste Paar sollte uns morgen für ihren Anschlußbadeurlaub verlassen. Meine Menüwahl war nicht schlecht, nur die Portionen zu groß.

Die Affen hier sind extrem frech. Während des Frühstück auf der Dachterasse waren sie plötzlich auf den Balkonen der Zimmer und wehe, die Tür war nicht verschlossen. Auch im Ort fielen sie in Gruppen über die Tische der Restaurants her.

Ein Faultier hing direkt neben dem Hotel im Baum und ein Paar laut kreischender Swainson´s Tukane waren für wenige Minuten direkt an der Dachterrasse zu sehen.

Die letzte Etappe nach San Jose steht an. Unterwegs versuchen wir noch die großen roten Aras zu sehen, mehr als ein Schnappschuß gelingt nicht. Von einer Brücke sehen wir noch Krokodile, bevor wir am späten Nachmittag die Hauptstadt erreichen.

Vor der Fahrt in unser Hotel besuchten wir noch einen Maskenbauer in seinem Haus. Wir erfuhren etwas über die Geschichte der Masken und ihren Einsatzzweck. Nach einer musikalischen Vorführung gab es ein leckeres hausgemachtes Essen.

Unser Abflug war erst am späten Nachmittag. Ein Teil der Gruppe nutzte die Zeit für einen Ausflug nach San Jose. Bei schönstem Wetter bummelten wir durch das Zentrum der größten Stadt Costa Ricas. Die Markthallen waren halbwegs interessant, hier ein paar Bilder.

Ein paar ältere Gebäude gab es zu sehen, ansonsten ist man nach 2-3 Stunden durch mit San Jose. Vielleicht könnte man noch ein Museum besuchen, dafür war das Wetter aber zu schön und die Zeit zu knapp.

Skulpturen gab es einige im Zentrum der Stadt. Der Künstler Jiménez Deredia hat scheinbar ein Monopol, denn seine Skulpturen standen gefühlt an jeder Ecke herum.

Damit ist die Reise beendet. Es hat Spaß gemacht in einer kleinen netten Gruppe und vor allem die Tierwelt von Costa Rica war beeindruckend. Natürlich hat man bei einer Gruppenreise nicht die Zeit, die man sich ab und zu wünscht, aber gesehen haben wir eine ganze Menge und der Februar als Reisemonat war optimal.

 

In diesem Sinne - Pura Vida