Von New York nach Montreal


Es ist nicht zu fassen, aber wir haben schon wieder eine Kreuzfahrt gebucht. Der Preis für die 14-tägige Reise war einfach zu gut und die Route gefiel uns sofort.

 

Los geht es mit der AIDAvita in New York am 22.06.18 und die Ankunft in Montreal ist am 06.07.18

 

Wir liegen sogar über Nacht in New York und stellen uns das Auslaufen am Abend an der Skyline vorbei sehr schön vor. Da die Stadt aber sehr viel zu bieten hat, verbringen wir vorher noch 2 Nächte in einem Hotel und ziehen dann um auf das Schiff. Die Preise für die Hotels sind unglaublich hoch, da müssen wir nun durch. In Montreal bleiben wir ebenfalls noch eine Nacht in einem Hotel.

Die Route der Kreuzfahrt

Die große Hitzewelle in Bremerhaven ist vorerst vorbei, Zeit für das Einstellen der Bilder.

 

Der Hinflug von Bremen über Frankfurt nach New York mit Lufthansa verlief ruhig und auch das immer etwas streng schauende Immigration-Personal hatte einen guten Tag. Als Shuttle zum Hotel mitten in New York nutzten wir den preisgünstigen Zug, der direkt an der Penn-Station hält, nur 400 Meter vom Hotel entfernt. Der Weg durch das unterirdische Labyrinth zum richtigen Ausgang war der anstrengendste Teil der Anreise.

 

Kurz eingecheckt und schon machten wir uns auf den Weg Richtung Times Square. New York ist eine atemberaubende Stadt und die Straßen sind voll von Pendler und Touristen.

Der Times Square wimmelt nur so von Touristen und es ist anstrengend, einen Weg durch die Massen zu finden. Bis auf viele bunte Reklametafeln gibt es dort auch nicht viel zu sehen.

Nicht weit von unserem Hotel liegt der Eingang zur High Line, eine stillgelegte Güterzugtrasse. Für den Umbau investierte man 152 Millionen US$ und die High Line ist heute ein echter Touristenmagnet.

 

Die Strecke ist 2,33 km lang und man hat von oben viele schöne Blicke auf die Stadt. Gleichzeitig ist dort ein bunter botanischer Garten entstanden und es gibt viele Sitzmöglichkeiten und Cáfes. Wir waren begeistert von diesem (kostenlosen, kein Eintritt) Stück Natur mitten in der riesigen Stadt.

Neben der schönen Vegetation hat man oft schöne Blicke auf die Straßen oder verschiedene Kunstinstallationen.

Wir nutzten während der 3 Tage die Subway, ein schnelles und günstiges Verkehrsmittel. Nicht zu vergessen die klimatisierten Zügen, denn wir hatten 30 Grad und sehr schwüles Wetter.

 

Unter den East River fuhren wir nach Brocklyn und machten uns auf zu einem Wahrzeichen New Yorks, der Brockly Bridge. Diese ist knapp 2 km lang und verbindet Manhattan mit Brocklyn. Über den Fahrspuren gibt es eine Fahrbahn nur für Fußgänger und Radfahrer. Wir machten uns bei Traumwetter zu Fuß auf den Weg über den East River. Die Überquerung der Brocklyn Bridge ist kostenlos, hatten wir nicht mit gerechnet.

Da wir nun schon einmal in Manhattan waren, verbrachten wir noch einige Zeit zwischen den Wolkenkratzern.

 

Dort, wo früher die Zwillingstürme des World Trade Center standen, befindet sich heute eine Erinnerungsstätte für die 2753 Toten der Anschläge vom 11. September 2001.  Man blickt fassungslos in die ehemaligen ausgehobenen Fundamente, die heute einen Brunnen enthalten und die eingravierten Namen der Toten. Das neue World Trade Center mit 541,3 Meter Höhe ist mit Baukosten von 3,8 Milliarden US-Dollar das mit Abstand teuerste Bürogebäude der Welt.

In Manhattan gibt es eine Reihe von Fährverbindungen, die Staten Island Fähre ist sogar kostenlos und fährt direkt an der Freiheitsstatue vorbei. Wir machten diese kleine Reise und der Blick auf Manhattan und die Statue ist sehr schön.

Es gibt in New York noch so viel zu sehen, aber dazu müsste man wohl noch 10 Tage bleiben. Hier noch ein paar Bilder aus der Rubrik "Sonstiges".

Dann ging es endlich auf das Schiff, genauer die AIDAvita. Mit der Subway fuhren wir 3 Stationen und die letzten 800 Meter ging es zu Fuß. Das Einchecken verlief reibungslos und wir erholten unsere Füße von den vielen Kilometern in New Yorks Straßen. Der Blick vom oberen Deck war sehr schön, hier ein paar Bilder.

Die letzte Nacht in New York, die erste auf der AIDAvita. Viele Gäste, die den Flug individuell über AIDA buchten, sind gestern erst spät angereist und haben nur noch den letzten halben Tag für einen kurzen Ausflug in New York - eigentlich schade.

 

Wir bummeln noch Richtung Central Park und genießen die letzten Stunden vor dem Auslaufen.

Um 14:00 Uhr heißt es Auslaufen zur ersten Etappe, vorher findet aber die Seenotrettungsübung statt, an der jeder Passagier teilnehmen muß. Dann verlassen wir den Liegeplatz und haben noch einmal tolle Blicke vom oberen Deck auf Manhattan.

Wir verlassen unseren Liegeplatz (zum Vergrößern bitte anklicken)

Morgen haben wir einen Seetag, unser nächster Hafen ist dann Portland (USA).

 

 

Man glaubt gar nicht, wie schnell so ein Seetag vorüber geht. Es gibt tagsüber immer wieder Veranstaltungen, z.B. war ein Lektor an Bord, der regelmäßig interessante Vorträge über die kommenden Gegenden gehalten hat. Es gibt ein sehr gutes Fitnesscenter und natürlich regelmäßig sehr gute Buffets. Abends locken Showveranstaltungen im schönen Theater und natürlich gibt es viele Möglichkeiten, am Abend einen Cocktail zu sich zu nehmen.

 

Nun sind wir in Portland und da wir eine Innenkabine (Dunkelkammer) haben, bekommen wir das Anlegemanöver nicht so richtig mit.

 

Nach dem Frühstück verlassen wir das Schiff und machen uns ohne Ziel auf einen Rundgang durch Portland.

In Portland dreht sich alles um den Hummer. Die Amis kommen von weit her, um die armen Krustentiere zu knacken und zu verspeisen. Daher finden sich viele Restaurants am Hafen und die Tiere müssen täglich in großer Zahl den Sprung in das heiße Wasser wagen.

 

Wir bummeln also noch am Hafen entlang (ohne Hummeressen) und bei inzwischen sommerlichen Temperaturen sind wir am Nachmittag wieder zurück an Bord.

Gegen 19:30 Uhr heißt es Leinen los und langsam fährt die AIDAvita Richtung offene See. Wir fahren noch eine Zeit durch eine Bucht und haben schöne Blicke Richtung Land.

Am nächsten Tag liegen wir auf Reede vor Bar Harbor auf der Insel Mount Desert Island im Bundesstaat Maine. Mit Tenderbooten sind es nur 5 Minuten bis zum Hafen. Warum kommen die meisten Menschen hierher, natürlich wegen der armen Hummer, die auch hier in riesiger Zahl heiß gebadet werden.

 

Bar Harbor ist unglaublich touristisch und ein beliebtes Ziel von Kreuzfahrtschiffen aus aller Welt.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Acadia-Nationalpark. Auch wir haben uns für eine organisierte Tour entschieden und fahren wir einem lokalen Veranstalter hinauf in den Nationalpark.

Nächster Hafen - Saint John in New Brunswick. Hier werden die Reversing Falls als Höhepunkt angepriesen. Auch wir haben diesen wirklich schönen Spaziergang dorthin gemacht, die Reversing Falls sind aber ein Witz. Da kann man sich auch 5 Minuten an eine Ampel stellen und das Farbenspiel beobachten, ist interessanter.

 

Auch der Ort gibt nicht wirklich viel her. Auf dem Rückweg kommen uns Mitfahrer entgegen und wir erfuhren von dem 0:2 gegen Südkorea bei der WM (lief um 11:00 Uhr Ortszeit). So hat der Tag doch noch etwas Gutes ;))

Auch auf dem 2. Seetag war das Wetter gut und wir verbrachten nach den 3 Landgängen der vergangenen Tage einen erholsamen Tag an Bord. Die Tour wird von AIDA als Selection-Tour angepriesen, d.h. man hat einen passenden Lektor an Bord und die Restaurants servieren neben den "normalen" Speisen viele lokale Köstlichkeiten.

 

Natürlich darf auch hier der Hummer nicht fehlen und viele Mitfahrer haben sich kaum noch einbekommen und waren ganz wild auf die Köstlichkeit. Ich habe ein kleines Stück probiert und konnte nicht viel mit dem (fehlenden) Geschmack anfangen.

 

In Halifax auf Nova Scotia verließen wir pünktlich das Schiff und übernahmen unseren vorgebuchten Mietwagen. Es regnete und die Sicht war sehr schlecht und so stoppten wir erst einmal zum Shoppen an einem Walmart. Weiter ging es Richtung Lunenburg und das Wetter wurde langsam besser. In Lunenburg angekommen hatten wir hochsommerliche Temperaturen und blauen Himmel.

 

Auch Lunenburg ist extrem touristisch und wird sehr gut vermarktet.

Auf dem Rückweg hielten wir noch in Peggy´s Cove, einem kleinen Fischerort mit einem schönen Leuchtturm. Hier war es dann wirklich sehr schön und wir genossen die Gegend und den Blick auf das Meer.

Es stand ein weiterer Seetag an und wir näherten uns Prince Edward Island (PEI).

 

 

Hier auf PEI war heute der Bär los, denn es war Canada Day. Alles war geschmückt und auch auf den Straßen war für diese Verhältnisse einiges los. Auch wir hatten einen Mietwagen und machten uns bei Sommerwetter auf die Tour.

 

Von PEI waren wir dann doch etwas enttäuscht, denn wir hatten mehr Natur erwartet und nicht nur landwirtschaftlich genutzte Fläche (hier kommen viele Kartoffeln her).

Pünktlich waren wir zurück und bummelten noch durch Charlottetown. Am Nachmittag war die kleine Stadt ziemlich voll und überall wurde der Canada Day gefeiert. Bereits um 16:00 Uhr liefen wir aus.

Der letzte Seetag stand an und bis zu unserem nächsten Halt in Saguenay war es eine lange Etappe. Auf dem Sankt-Lorenz-Strom ging es stromabwärts und irgendwann bogen wir ab in den Saguenay River Richtung Ziel. Die Schiffe dürfen hier nicht so schnell fahren, da es hier sehr viele Wale gibt.

 

Der Blick am frühen Morgen kurz vor der Ankunft war beeindruckend, denn die Sicht war zeitweise gleich Null. Durch das kalte Wasser und die warme Luft bildete sich viel Nebel, der erst nach und nach verschwand.

 

Der Empfang in Saguenay war sehr herzlich und man gab sich viel Mühe mit den Touristen.

Das Wetter war ein Traum und wir liefen ohne Ziel durch den sehr überschaubaren Ort. Saguenay gibt sich viel Mühe mit den Gästen der Kreuzfahrtschiffe, die Sehenswürdig- keiten sind jedoch sehr rar. Trotzdem gefiel es uns hier und der Tag ging schnell vorbei.

Auch an Bord der AIDAvita ließ man sich wieder etwas einfallen. Das Pooldeck war geschmückt und es gab verschiedene Leckereien aus Kanada.

 

Wir ließen es uns schmecken und das Schiff fuhr inzwischen Richtung Quebec.

In Quebec lagen wir direkt an der unteren Altstadt und hatten einen tollen Blick auf die schöne Stadt. Wir waren sofort begeistert von Quebec und auch heute zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite.

Quebec-Panorama vom oberen Deck (zum Vergrößern bitte anklicken)

Eines der exklusivsten Hotels Kanadas, das Fairmont Le Château Frontenac, beherrscht die Skyline und ist beeindruckend groß. Natürlich kamen auch wir nicht an diesem Prachtbau vorbei und machten auch eine kurze Stippvisite in das Hotel.

Auch in Quebec ließen wir uns einfach durch die Stadt treiben und nach New York haben wir nicht mehr so viele Touristen (überwiegend Asiaten) gesehen. Es war inzwischen sehr heiß und der Tag damit schweißtreibend, vor allem der Weg von der Unter- in die Oberstadt.

Quebec lebt sehr vom Tourismus und überall finden sich Souvenierläden, oft in asiatischer Hand und mit viel billigem Kitsch. Die Fassaden sind fast durchgängig sehr gut erhalten und schön dekoriert.

So schön hatten wir uns Quebec nicht vorgestellt und das touristische Zentrum war an einem Tag gut zu erlaufen. Irgendwann waren wir dann aber auch von der Hitze ziemlich kaputt und gingen zurück zum Schiff.

Beim Auslaufen aus Quebec hatten wir noch schöne Ausblicke zu beiden Seiten. Die Sonne ging langsam unter und es kühlte etwas ab.

 

Unsere letzte Etappe nach Montreal hat begonnen und wir genossen die Annehmlichkeiten auf dem Schiff.

Die Anfahrt auf Montreal war interessant und auch der Himmel zeigte sich strahlend blau. Montreal war der letzte Punkt auf der Reise und wir waren schon ganz gespannt auf die Metropole.

Auch in Montreal lag unser Schiff sehr zentral, 3x umfallen und man war im Zentrum. Nur das Wetter sollte uns heute etwas ärgern, 33 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit machten den Stadtrundgang zu einer anstrengenden Sache.

 

Der Empfang im Cruise-Center durch die Stadt war sehr herzlich, denn heute wurde der 80.000 Gast eines AIDA-Schiffes in Montreal begrüßt. Es gab den ganzen Tag frische eisgekühlte Säfte und eine Verlosung.

Wir schleppten uns bei der schwülen Hitze durch Montreal. Im Vergleich zu dem schönen Quebec war Montreal relativ langweilig, wir hatten mehr erwartet.

Einige Schnappschüsse machten wir dann noch. Vor allem die alten großen Häuser sehen interessant aus. Durch eine Drehtür sind wir dann spontan in ein Gebäude hineingegangen, dachten es wäre eine Bank. Die Inneneinrichtung war sehr schön und wir waren erstaunt, ein riesiges wunderschönes Café zu sehen. Traurig, Kommunikation gab es nur virtuell.

In Montreal lief gerade ein großes Jazzfestival und in der Stadt waren mehrere riesige Bühnen aufgebaut. Die Lautstärke war nicht schlecht und die Musik für uns noch schlechter, fast schon Freejazz, wo jeder vor sich hinspielt. Nicht unser Ding, der große Spielplatz war trotzdem interessant.

Dann war die Kreuzfahrt vorbei und wir verließen das Schiff. Da wir noch 2 Nächte Hotel verlängert hatten, machten wir uns auf den Weg dorthin. Die Gegend war nicht besonders schön und das Hotel hat sicher bessere Tage gesehen. Nach der AIDAvita ein etwas wehmütiger Umzug. So verbrachten wir noch einen vollen Tag in Montreal und machten uns dann auf den langen Heimweg zurück nach Deutschland.

Fazit: Die Zeit auf der AIDAvita war sehr schön. Das Essen sehr abwechslungsreich und lecker, das Program an Bord ebenso vielfältig. Das Wetter hätte nicht besser sein können und die Ziele waren ebenso abwechslungsreich. Vor allem New York und Quebec sind sehr sehenswerte Städte, die Landschaften auf Nova Scotia bzw. Prince Edward Island haben uns dagegen etwas enttäuscht.

 

Zumindest wissen wir jetzt, das wir hier keine Wohnmobilreise machen müssen, für eine 14tägige Kreuzfahrt für unter 1000 Euro p.P. (ohne Flug) war es aber eine schöne Reise.