Kanaren, Portugal und Spanien


Unsere vierte Kreuzfahrt mit der AIDAblu zu den Kanaren, Madeira, Lissabon und Cadiz vom 07.01.18 - 19.01.18

Die Route der Kreuzfahrt, Start und Ende war Teneriffa

Schon sind wir wieder zurück von unserem Trip zu den Kanaren. Hier nun ein kleiner Reisebericht mit den entsprechenden Bildern. Fast hätten wir vergessen zu fotografieren, daher ist die Auswahl an Bildern auf dieser Reise nicht besonders groß gewesen.

 

Da der geplante Flug mit der insolventen Airline Niki kurzfristig gestrichen wurde, buchte AIDA uns auf eine andere Airline um. Von Berlin flogen wir dann in 4 1/2 Stunden nach Teneriffa, wo schon eine ganze Armada von Bussen für den Transfer zum Hafen bereit stand.

 

Nach 50 Minuten Fahrt über die Insel erreichten wir den Hafen, wo wir uns im Hafengebäude in einer laaaaaangen Schlange einreihen mußten. Die Organisation war allerdings sehr gut und so hielten wir schon nach kurzer Zeit unsere Bordkarten in der Hand. Ob es an Bord um das Bezahlen geht, den Zutritt zur Kabine oder ob man das Schiff verlassen möchte, ohne diese Bordkarte geht gar nichts.

 

Unsere erste Reise unternahmen wir ebenfalls mit der AIDAblu und wir hatten sogar die gleiche Kabine (8445).

Pünktlich verließen wir den Hafen von Teneriffa mit Ziel La Gomera. Nach dem Auslaufsekt machten wir uns einen gemütlichen Abend auf dem Schiff und genossen noch einen Schlummertrunk.

 

La Gomera

 

Am nächsten Morgen lagen wir schon früh im Hafen von La Gomera. Hier hatten wir einen kleinen PKW vorgebucht und gegen 9:00 Uhr holten wir diesen ab. Dann machten wir uns auf den Weg, La Gomera zu erkunden. Das Straßennetz ist überschaubar und wir fuhren einfach los. Die Temperatur betrug angenehme 21 Grad und es wehte ein leichter Wind.

 

Einen ersten Halt und einen schönen Spaziergang unternahmen wir in Las Poyatas. Überall sind Wanderwege ausgeschildert, Touristen waren aber selten zu sehen.

Sandstrände sind Mangelware, oft bestehen sie aus Steine. In Santa Catalina war auch die Brandung sehr stark, das Schwimmen ist nicht zu empfehlen.

Es ging weiter bergauf und bergab. Einen tollen Blick hat man vom Aussichtspunkt des Mirador de Abrante. Im dortigen Restaurant gibt es eine vollkommen verglaste Plattform nur für schwindelfreie Besucher, da auch der Boden aus Glas besteht.

Dann fuhren wir langsam zurück Richtung Hafen. Unterwegs hatten wir immer wieder schöne Blicke auf die wunderschöne Insel und auch der Verkehr auf der Insel hielt sich in Grenzen.

Wir brachten den PKW zurück und genossen noch einen leckeren Kaffee in San Sebastian de La Gomera, mit knapp 9.000 Einwohnern der größte Ort der Insel. Der Ort wirkte sehr verschlafen und ohne die vielen AIDA-Besucher wäre hier noch weniger los gewesen.

Der Ausblick von Deck 14 ist beeindruckend und ein Bummel über das knapp 253 m lange Schiff bietet immer wieder neue Perspektiven.

La Palma

 

Auch auf La Palma hatten wir für den Tag einen Miet-PKW. Den Nationalpark mit seinem Vulkankegel konnten wir leider nicht besuchen, da pro Tag nur wenige PKW ein Permit bekommen. Richtung Westküste fahrend machten wir noch einen Halt in Tazacorto.

Bananenplantagen sind auf La Palma überall zu finden, oft direkt bis ans Meer. Der kleine aber sehr touristische Ort Puerto de Naos gefiel uns besonders gut. Pechschwarzer Strand und nette kleine Läden verleiteten auch uns zu einem längeren Halt, inkl. Mittagspause.

Der vulkanische Ursprung von La Palma ist überall sichtbar. Am Tubo Volcanico de Todoque gibt es einen schön angelegten Weg durch die Lavafelder.

An der Südspitze von La Palma lädt der Vulkan San Antonio (letzter Ausbruch 1677/1678) zu einem schönen Spaziergang mit einem tollen Rundblick ein. Gleich nebenan liegt der Vulkan Teneguia,  der erst 1971 während eines drei Wochen andauernden Ausbruchs entstand.

 

Hinter dem Teneguia liegt die Salzmine von Fuencaliente. Hier kann man schön zwischen den Becken zur Salzgewinnung umherlaufen und natürlich auch Salz kaufen.

Von La Palma fuhren wir Richtung Madeira, welches ein ganzes Stück entfernt liegt. Daher hatten wir einen Seetag und genossen die Annehmlichkeiten der AIDAblu. Gisela besuchte einen Kochkurs und Ingolf fuhr im top ausgestatteten Fitnesscenter Fahrrad mit Meerblick.

 

Für Passagiere mit Shoppingfieber gibt es natürlich auch einen gut sortierten Shop auf dem Schiff.

3 Stunden vor dem Einlaufen in den Hafen von Madeira gab es einen medizinischen Notfall an Bord. Das Deck wurde komplett geräumt und ein Hubschrauber holte den Patienten mit Hilfe einer Winde von Bord.

 

Madeira

 

Wir erreichten gegen 18:00 Uhr Madeira und machten uns auf den Weg in die nahgelegene Innenstadt der Inselhauptstadt Funchal.

Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück noch einmal in die Stadt. Es war viel los und wir spazierten ohne Ziel durch die übersichtliche Innenstadt. Auch hier fanden wir ein nettes Cafe und ließen uns den starken, aber schmackhaften, Kaffee schmecken.

In den Gassen findet man sehr viele Farbtupfer in Form von kleinen gemalten Bildern. Ob Tür oder Mauer, alles sieht mit etwas Farbe gleich viel schöner aus.

Am Abend verließen wir Madeira und machten uns auf Richtung Festland, genauer nach Lissabon. Damit stand uns ein weiterer Seetag bevor.

 

Lissabon

 

Von dem Anlegemanöver in Lissabon bekamen wir in unserer Innenkabine überhaupt nichts mit. Wir stellten vorsorglich den Wecker und verließen nach dem Frühstück das Schiff zu unserem Bummel durch Lissabon. Es war etwas kühler als auf Madeira, aber die Sonne schien und es war trocken.

 

Der erste Eindruck von Lissabon - es ist alles ziemlich hügelig.

Wir schlenderten zuerst durch die schmalen Gassen von Lissabon. Am Sonntag morgen war noch nicht viel los und man sah kaum Menschen. Erst Richtung Innenstadt wurde es belebter und auch die Geschäfte hatten inzwischen geöffnet.

Die vielen unterschiedlich gefliesten Häuser gefielen uns besonders gut.

Irgendwie gefielen uns die schmalen Gassen abseits der inzwischen sehr belebten Innenstadt besser und wir machten uns erneut auf den Weg in das Labyrinth. Wir erwischten einige Sackgassen, fanden aber so langsam zurück Richtung Schiff.

Unser Aufenthalt ging langsam dem Ende zu. Vor der Reise hatten wir uns einen Tag mehr für Lissabon gewünscht, nun war ein Tag für uns ausreichend, diese Stadt zumindest einmal grob zu erkunden.

 

Das Schiff war nicht zu übersehen und beim Auslaufen hatten wir noch einmal einen schönen Blick auf Lissabon.

 

Nächstes Ziel: Cadiz/Spanien

Cadiz

 

Gegen 10:00 Uhr erreichten wir Cadiz in Spanien. Trotz der Sonne wehte ein recht kühler Wind und die Temperatur betrug gerade einmal 10 Grad.

 

Was uns immer sehr gut gefällt ist die Tatsache, das meistens direkt im Zentrum angelegt wird und man sofort im Geschehen ist. Cadiz hat wie Lissabon viele Gassen, wirkt aber sehr viel gepflegter.

 

Auch hier waren wir nur mit einem Stadtplan bewaffnet unterwegs.

In den unzähligen schmalen Gassen von Cadiz umherzubummeln macht Spaß und die Bausubstanz ist sehr gut erhalten. Man hat immer wieder neue Einblicke und verlaufen kann man sich eigentlich nicht.

Wer von den Gassen genug hat, ist in wenigen Minuten an der schönen Promenade, auf der man die Altstadt umrunden kann. Strand gibt es auch und hier soll im Sommer viel los sein.

Ein Seetag brachte uns zurück auf die Kanaren, genauer nach Fuerteventura. Den Tag dort verbrachten wir mit einem kleinen Bummel und ansonsten war faulenzen angesagt.

 

Gran Canaria

 

Nächste Etappe: Gran Canaria

 

Hier machten wir einen langen Spaziergang entlang der Promenade von Las Palmas de Gran Canaria, mit knapp 380.000 Einwohnern immerhin die siebtgrößte Stadt Spaniens.

Teneriffa

 

Die letzte Etappe führte uns von Gran Canaria nach Teneriffa. Es gab erneut einen medizinischen Notfall und 1 Stunde nach dem Ablegen aus Gran Canaria mußte das Schiff umdrehen und einen Patienten "ausladen".

 

Für uns hieß es Koffer packen und wir ließen es uns am letzten Abend gut gehen.

Damit ging unsere 4. Kreuzfahrt dem Ende entgegen. Mal abwarten, ob noch eine fünfte Fahrt folgen wird ;)

 

Unser Flug ging erst um 13:30 Uhr und so konnten wir das Frühstück in aller Ruhe genießen, bevor es mit dem Shuttlebus zum Flughafen ging.

 

Gegen Abend landeten wir in Berlin Tegel, blieben noch eine Nacht im Hotel und fuhren am nächsten Tag mit der Bahn entspannt Richtung Heimat.