Russland


Die Reiseroute (zum Vergrößern bitte anklicken)

05.07.17-14.07.17

 

Bei Wischhafen fuhren wir mit der Fähre über die Elbe nach Glückstadt, von dort ging es weiter zum Fährhafen in Kiel. Der G20-Gipfel in Hamburg stand bevor und es erschien uns zu riskant, den direkten Weg durch Hamburg zu nehmen. So waren wir überpünktlich am DFDS-Schalter und bekamen unsere reservierten Tickets für die Fahrt von Kiel nach Klaipeda in Litauen.


Bei schönem Wetter und ruhiger See kamen wir am nächsten Tag um 16:30 Uhr in Klaipeda an und fuhren zu dem Platz, auf dem wir im letzten Jahr auf unserer Baltikumreise schon einmal waren.

Wir versuchten uns am nahen Strand mit dem Sammeln von Bernstein und fanden sogar ein paar kleine (sehr kleine) Stücke. Am nächsten Tag ging es endlich auf die Reise Richtung Estland. Am Hügel der Kreuze machten wir Mittagspause und bestaunten noch einmal die unzähligen Kreuze. Übernachtet haben wir auf dem Parkplatz des Schloss Rundale.

Die nächste Etappe führte uns zum Paipus-See, wo wir noch eine Nacht blieben. Dann ging es auf die letzte Etappe zum Treffpunkt bei Narva. Dort besuchten wir noch die Festung und konnten schon einmal einen Blick Richtung Russland riskieren.

Am Abend fuhren wir zu dem vereinbarten Campingplatz bei Narva und lernten unsere polnische Reiseleitung und die 4 Mitfahrer kennen. Das die Tour nur mit 3 zahlenden Wohnmobilen durchgeführt wird, erstaunte uns, soll aber hoffentlich nicht von Nachteil sein. Der erste Eindruck war recht positiv und bei dem Begrüssungsessen (vom Grill) lernten wir uns schon einmal kennen. Informationen wurden ausgetauscht und der Ablauf für den morgigen Grenzübertritt besprochen.

Am nächsten Tag ging es endlich los. Rubel wurden eingetauscht und die letzten Einkäufe erledigt. Bevor es zum eigentlichen Grenzübergang ging, mußten wir uns erst auf einem großen Platz etwas abseits für die eigentliche Grenzabfertigung anmelden. Die Wartezeit wurde länger als geplant, dann ging es endgültig zur Grenze. Ausreise Estland, Einreise Russland - es war viel einfacher und problemloser als wir im Vorfeld dachten.


Wir waren in Russland.

Gleich hinter der Grenze gibt es Tankstelle an Tankstelle, der Liter Diesel für knapp 0,60 Euro. Auf der Fahrt zu unserem ersten Stellplatz in Puschkin bekamen wir einen ersten Eindruck von Russland. Die Fahrweise der Russen war wie erwartet gewöhnungsbedürftig, die Straßen dafür durchaus akzeptabel.

Der Stellplatz erwies sich als ein umzäunter Parkplatz ohne Sanitäreinrichtungen. Dafür standen wir sehr ruhig im Grünen, konnten in den Ort laufen und das Katharinenschloss mit dem Bernsteinzimmer war nur 10 Gehminuten entfernt.

Wir machten einen ersten Spaziergang durch Puschkin.

Am nächsten Tag dann der erste Auflug mit einem Kleinbus und einer deutschsprachigen Reiseleiterin nach Petersburg. Wir bekamen viele Informationen und staunten über eine wunderschöne saubere Stadt.

Den nächsten Halt machten wir dann an der Isaakkathedrale. Jeder Platz im Innenstadtbereich war vollgeparkt mit Touristenbusse, davon viele mit Touristen der Kreuzfahrtschiffe. Bis zu 9 von ihnen sollen laut unserer Reiseleiterin täglich im Hafen von Petersburg festmachen.

Dann ging es über die Newa und auch hier gibt es einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Neben dem Panzerkreuzer Aurora hat man von hier einen schönen Blick auf den Fluß und das gegenüber liegende Ufer mit den historischen Bauten.

Das Smolnyj-Kloster hat ebenfalls eine lange Tradition und sieht besonders von außen sehr beeindruckend aus.

Die berühmten Matroschka-Figuren gibt es an jeder Straßenecke zu kaufen. In einem schönen Laden kann man sie in sämtlichen Varianten kaufen. Sie sind sehr schön gearbeitet, sind aber auch nicht günstig.

Souvenierstände gibt es an jeder Sehenswürdigkeit, wobei Putin als Motiv besonders beliebt ist.

Neben der Eremitage ist das Katharinenschloss einer der Höhepunkte. Das Schloss lag nur 10 Gehminuten von unserem Stellplatz entfernt und durch Zufall konnte man am Abend kostenlos in den Schlossgarten und hatte einen schönen Blick auf das wunderschöne Gebäude.

Am nächsten Tag ging es dann mit unserer Minigruppe gemeinsam zum Katharinenschloss. Die Touristenmassen dort haben uns umgehauen. Unsere Mitstreiter waren schon einmal dort und hatten uns vorgewarnt. Die Menschenschlange für den Einlass war erschreckend und die Wartezeit kann schnell 2-4 Stunden betragen.


Unser Reiseleiter hat irgendwie irgendjemanden geschmiert und ehe wir uns versahen, standen wir wie durch Zauberhand sehr weit vorne in der Schlange und schon waren wir im Schloss.

Aber auch im Schloss war es brechend voll und Gruppe um Gruppe wurde durch die Räumlichkeiten geschleust. Die mit reichlich Gold geschmückten Räume sind schön anzusehen, aber die Wartezeiten würden für uns in keinem Verhältnis zu dem Schloss stehen. Auch das berühmte Bernsteinzimmer ist wunderschön, Fotografieren streng verboten. Ein Grund für das Verbot war für uns nicht erkennbar.

Unseren nächsten Campingplatz nördlich von Petersburg erreichten wir nach knapp 88 km bei extrem starken Regen. Morgen wollen wir mit der Metro noch einmal nach Petersburg für weitere Besichtigungen. Hoffentlich bei schönem Wetter.

Das Wetter wurde schön und mit dem Bus und der Metro fuhren wir in das Zentrum. Die Metrostationen liegen bis um die 100 m tief unter der Erde und die Fahrt mit der Rolltreppe dauert schon etwas. Was uns auffiel war die Sauberkeit der Stationen.

Nach unseren Erfahrungen mit dem Katharinenschloss hatten wir keine große Lust auf die Menschenmassen in der Eremitage. Zumindest einen Blick von außen auf die Eremitage gönnten wir uns.

Die Auferstehungskirche (auch Blutkirche genannt) war für uns absolut sehenswert. Den Eintritt haben wir uns wegen der langen Warteschlange an der Kasse nicht gegönnt, aber auch von aussen ist diese Kirche wunderschön.

15.07.17-19.07.17

Petersburg ist durchzogen von Kanälen und so gehört eine Rundfahrt mit einem der unzähligen Schiffe zum Besuchsprogramm. Auch heute ist die "gemietete" Reiseleiterin dabei und so erfahren wir noch einige Dinge über Petersburg. Die Architektur beeindruckt und auch heute ist das Wetter zu unserem Glück sehr schön.

Einen schönen Blick auf Petersburg hat man von der Isaak-Kathedrale. Vor dem Aufstieg heißt es wieder einmal Anstellen für die Karten. Wenn etwas nervt in Petersburg, dann die ewigen Schlangen vor den Kassen.

Hat man endlich das Ticket, geht es über viele Stufen hinauf auf die Kathedrale und von dort hat man dann den erwartet schönen Ausblick auf Petersburg.

Noch schöner ist die Isaak-Kathedrale allerdings von innen. Vor allem die vielfarbig bemalte Decke beeindruckt.

Hier noch ein paar Beispiele für die schon erwähnte vielfältige Architektur der Gebäude.

Auch in Petersburg finden sich immer mehr Filialen bekannter internationaler Ketten. Ein altes Gebäude mit einem großen Angebot an Feinkost/Süssigkeiten hat sich bis heute gehalten und die Einrichtung ist sehr sehenswert. Das 95% Prozent der Kunden nur Bilder machen wollen, scheint niemanden zu stören.

Hier noch ein paar Bilder der Rubrik "Sonstiges".

Die Tage in Petersburg gehen damit zu Ende und es gäbe noch so viel mehr zu entdecken, alleine die über 100 Museen erfordern einige Tage. Bei Sonnenschein verlassen wir die Stadt und machen uns auf den Weg nach Weliki Novgorod, wo es bei unserer Ankunft leider regnet.

 

Auch hier stehen wir auf dem Gelände eines Hotels, welches von außen wirkt wie kurz vor dem Abbruch, von innen aber überraschend schön ist. Zumindest stehen wir hier zentral und so können wir einen ersten Rundgang machen.

Am nächsten Tag ging es mit einem Kleinbus und russischer Reiseleitung (die sehr gut deutsch spricht und sich hervorragend auskennt) auf Tour durch Novgorod. Die Anzahl von Kirchen in dieser Stadt ist unglaublich und einige davon besichtigen wir.

Zuerst fahren wir jedoch in ein Kloster etwas außerhalb der Stadt.

Der Regen meint es auch heute gut mit uns und mit Regenschirm bewaffnet geht es zu einem Freilichtmuseum und anschließend zu dem Jaroslaw-Hof, wo Kirche an Kirche steht.

Die Sophien-Kathedrale ist besonders sehenswert. Der Grundstein wurde bereits 1045 gelegt und diese Kathedrale ist bekannt für ihre schönen Fresken.

Der Regen läßt nach und so können wir die Umgebung am Fluß Wolchow noch im trockenen genießen. Im Gegensatz zu Petersburg ist es hier geradezu menschenleer.

20.07.17-23.07.17

 

Die 250 km nach Valdai auf der M10 fahren wir überwiegend im Regen. Auf der "Rennstrecke" zwischen den Metropolen Moskau und Petersburg fahren viele LKW, die Fahrweise ist aber i.d.R. halbwegs normal. Links und rechts geht es fast nur durch Wälder und Sumpf. Viele der Holzhäuser am Straßenrand stehen leer, nur wenige machen einen vertrauenserweckenden Eindruck.

In Valdai treffen wir uns auf dem Parkplatz des Klosters, wo wir auch die Nacht verbringen wollen. Von unserem polnischen Reiseleiter bekommen wir am Vorabend jedesmal die GPS-Daten und wir und auch die Mitfahrer fahren die Strecke alleine. Bisher klappt es sehr gut, hoffentlich fällt das Navi nicht aus. Dann hätten wir ein echtes Problem.

Das diese Reise viele Kloster bzw. Kirchen bieten wird, war uns vorher bekannt. So besichtigten wir zusammen das schöne Kloster auf einer Insel.

Hier durfte man auch im Kloster fotografieren und so gibt es noch ein paar schöne farbige Innenaufnahmen.

Am Abend hat Matthias (der poln. Reiseleiter) seinen Grill angeworfen und es gab Schaschlik. Etwas fett, aber mit einem kühlen Bier ließen wir es uns in der Abendsonne mit Klosterblick schmecken.

Die Anfahrt zu unserem nächsten Stellplatz war wegen der schlechten Straßen etwas holperig. Die nächsten 2 Nächte verbrachten wir auf einem schönen Platz direkt an der Wolga. Hier direkt hinter uns im Wald haben die Moskauer (mit Geld) ihre Blockhäuser für das Wochenende, dann geht es hier hoch her.

 

Wir wollten auch die Blockhäuser fotografieren, was wegen der unendlich vielen aggressiven Mücken im Wald nicht möglich war. So hielten wir uns auf dem freien Feld zwischen Wolga und Wald auf und verbrachten die Zeit ohne Klöster und Kirchen.

Auf guter Strecke fuhren wir zu einer für Russland wichtigen Klosteranlage nach Sergiew Possad. Auf dem Parkplatz für die Reisebusse konnten wir für die Nacht bleiben, so hatten wir die Türme immer in Sichtweite. Auch hier führte uns eine deutschsprachige Russin durch die riesige Anlage und wir bekammen viele Informationen.

Über Pereslawl Salesskij und Rostow steuerten wir unser nächstes Ziel an, die Stadt Jaroslawl direkt an der Wolga. Am Straßenrand kauften wir frisches Obst (ist hier im Vergleich zu Deutschland etwas teuerer) und machten in den erstgenannten Städten Pausen für Besichtigungen.

Der kleine Ort Rostow gefiel uns besonders gut, natürlich gibt es auch dort wie überall Zwiebeltürme in großer Zahl.

Jaroslawl gefiel uns dann noch besser als Rostow. Die recht große Industriestadt liegt sehr schön an der Wolga. Von den hunderten Kirchen sind noch 50-70 erhalten geblieben, so ganz ohne Kirchenbesuch verlief der Tag mit Reiseleiterin dann nicht.

 

Diese war sehr kompetent (wie auch an den bisherigen Stationen), irgendwann wurde es uns dann aber fast zu viel mit Namen und Daten.

Zur Abwechslung einmal keine Zwiebeltürme, sondern Bilder von den Spaziergängen in Jaroslawl.

Die Flaniermeile an der Wolga war besonders schön. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten den schönen Ausblick bei Sonnenschein genießen.

Übernachtet haben wir auf einem Hotelparkplatz, wo auf dem Hof ein ruhiger Platz für Wohnmobile hergerichtet wurde. Es gab Strom und Entsorgungsmöglichkeiten, sogar ein Zimmer im Hotel mit Dusche wurde zur Verfügung gestellt. Das Essen im Hotelrestaurant war ebenfalls sehr lecker. Für 2 Personen zahlten wir für ein üppiges Abendessen zusammen knapp 10 Euro.

24.07.17-28.07.17

 

Hier noch 2 Bilder von unserem Hotelstellplatz in Jaroslawl.

In Jaroslawl hatten wir dann noch einen freien Tag zur Verfügung. Wir fuhren mit einem Taxi die knapp 8 km in die Innenstadt, kostet hier knapp 3 Euro. Die Taxen sind hier meistens private PKW´s, die man über eine Zentrale ruft. Man erhält dann eine SMS mit dem Kennzeichen, dem Namen des Fahrers und den Fahrpreis. Das ganze klappt aber nur, wenn man russisch kann.

Moderne Einkaufszentren gibt es in allen größeren Städten. Es ist meistens nicht sehr viel los, wahrscheinlich ist es für viele Russen unerschwinglich, dort einzukaufen. Das Angebot ist sehr groß, die Preise für uns oft recht günstig.

Nach dem eher wechselhaften Wetter in den ersten Tagen haben wir kaum noch Regen gehabt. Die Sonne scheint oft bei Temperaturen um die 22 Grad. Nur am Abend wird es dann kühler und auch die Tage sind nicht mehr so lang wie im Norden.

So erreichen wir die Stadt Kostroma, wo Wolga und Kostromka zusammenfließen. Wir übernachten auf einem Parkplatz am Hypathios-Kloster, welches wir auch besichtigen. In Kostroma gibt es große Webereien und direkt vor uns hält ein BMW und direkt an dem PKW können wir sehr sehr billig Leinentücher kaufen.

Auch in Kostroma haben wir eine deutschsprachige Fremdenführerin, die sehr gut informiert ist und uns auch auf einem Spaziergang durch den Ort begleitet. Es ist herrliches Wetter und so schmeckt das russische Eis besonders gut.

Die Städte sind immer sehr sauber und die Straßen und Gehwege meist in einem sehr guten Zustand. Verlässt man in den Randbezirken die Hauptstraßen, so sieht man ein etwas anderes Russland. Die Straßen sind nicht mehr geteert und auch die Häuser sind oft kurz vor dem Verfall. Hier leben oft die alten Menschen, die mit sehr wenig Geld auskommen müssen.

Nächste Station: Ples an der Wolga. Der kleine Ort ist bei Einheimischen sehr beliebt. Es gibt eine lange Promenade und einige Restaurants direkt am Fluß, auf dem man die Flußkreuzfahrtschiffe vorbeiziehen sieht. Wir stehen die Nacht über auf einem großen Marktplatz.

Unsere letzte Station vor Moskau ist Susdal, wo wir 3 Nächte auf dem ersten richtige Campingplatz auf unserer Rundreise übernachten werden. Und kaum zu glauben, hier stehen schon viele Wohnmobile aus Slowenien, Ungarn und Russland. Der Platz ist schön angelegt, wir können duschen und genießen das inzwischen sehr gute Wetter.

Wir unternehmen am nächsten Tag einen Spaziergang in den Ort. Bei fast 30 Grad und schwüler Luft kommen wir auf den fast 3 km in den Ort ins Schwitzen. Susdal ist nicht nur bei einheimischen Touristen sehr beliebt, wir sehen einige Reisegruppen auch aus Asien im Zentrum. Überall finden sich wie auch an den Überlandstrassen Menschen, die ihr Einkommen mit dem Verkauf von Beeren, Pilzen, Gemüse und ähnlichen Erzeugnissen aufbessern müssen.

Ein kleines Gewitter bringt eine kurze Abkühlung, dann ist es wieder heiß. Bei 30 Grad machen wir uns mit einer russischen Reiseleiterin auf Tour durch Susdal. Es überrascht uns nicht mehr, das es auch hier unendlich viele Kirchen (50) und Klöster gibt.

 

In einer Kirche gibt es sogar einen Glockenspieler, der 8x am Tag ein wunderschönes Konzert mit Kirchenglocken gibt.

Susdal ist eine sehr schöne und ruhige Stadt. Fast der gesamte Stadtkern steht unter dem Schutz der UNESCO. Hier herumzubummeln macht wirklich Spaß,  trotz der Hitze.

Nach über 4 Stunden sind wir alle erschöpft und mit 2 Taxen fahren wir zum Campingplatz zurück. Eine Familie aus der Nähe von Sotschi lädt uns zu einem leckeren Essen ein und den Rest des Tages erholen wir uns auf dem Campingplatz. Das es hier in Russland lauter zugeht, gehört wohl dazu.

Morgen liegen knapp 250 km vor uns. Dann geht es nach Moskau, wo wir 4 Nächte auf einem relativ zentralen Campingplatz verbringen wollen. Wir sind schon gespannt auf den Verkehr, von dem man schon so viel gehört hat.

29.07.17-04.08.17

 

Auf dem Weg nach Moskau machten wir noch einen kurzen Stop im Supermarkt "Globus". Das Angebot dort hat uns umgehauen, in Deutschland haben wir bisher nichts vergleichbares gesehen. Die Regale waren mit einer unglaublichen Vielfalt von Waren gefüllt und es gab immerhin 72 Kassen.

Die Anfahrt zu unserem Campingplatz in Moskau war dann nicht so schlimm wie erwartet. Allerdings ist Moskau riesig und als wir dachten, gleich da zu sein, waren es noch über 30 km. Die Straßen waren gut und zum Glück war am Samstag nicht ganz so viel los. Der Campingplatz liegt im Sokolniki-Park, der wie Moskau auch beeindruckende Ausmaße hat.

Am Anreisetag hatten wir 34 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit, da konnten wir unsere Klimaanlage gut gebrauchen. Die Dusche brachte nur eine vorübergehende Abkühlung, es war uns fast schon zu heiß.

Unseren ersten Ausflug machten wir am Sonntag. Mit einer modernen Straßenbahn fuhren wir zur Metrostation Soloniki, um dann einige der schönen Stationen der berühmten Moskauer Metro zu besichtigen. Ist man erst einmal in der Metro, so kann man den ganzen Tag mit einem Ticket umherfahren. Hier Bilder einiger Stationen der Metro, die nicht nur beeindruckend schön, sondern auch sehr sauber sind.

Es gibt noch unzählige weiter Stationen. Auch die Details in den Stationen sind interessant , die täglich von 9 Millionen Moskowiter genutzt wird.

Dann ging es wieder an die Oberfläche, wo uns die Sonne begrüsste. Auch hier fiel uns die Sauberkeit sofort auf, kein Dreck, keine Graffiti und eine vom ersten Moment an wunderschöne Stadt. Natürlich ging der erste Weg direkt zu dem berühmten Roten Platz (was übersetzt "Schöner Platz" bedeutet), wo sich das Kaufhaus Gum, der Kreml, das Lenin-Mausoleum und andere Bauten befinden.

Ein kurzer Abstecher in das Kaufhaus Gum durfte nicht fehlen, allerdings haben die meisten Geschäfte nicht unsere Gehaltsklasse. Schön ist das Kaufhaus trotzdem und die meisten Touristen nehmen nicht viel mehr mit als ein paar Bilder zur Erinnerung.

Es gibt unheimlich viel zu sehen, daher hier ein paar Bilder aus der Rubrik "Diverses".

Bis auf ein kurzes heftiges Gewitter hatten wir Traumwetter in Moskau. So durfte eine Bootsfahrt auf der Moskwa nicht fehlen.

Mit dem Bus ging es zu einem höher gelegenen Aussichtspunkt, von dem man einen weiten Blick auf Moskau hat.

Die Vielfalt der Gebäude in Moskau ist gigantisch und der Zustand der Häuser ist sehr gut. Höhepunkt für uns war die Basilius-Kathedrale am Roten Platz. Diese von aussen anzuschauen ist einfach nur schön.

Auch die Tage im wunderschönen Moskau gingen viel zu schnell zu Ende. Von allen Städten auf unserer Tour hat uns diese Stadt am meisten gefallen. Hier die letzten Bilder aus Moskau.

Damit geht eine aufregende Reise dem Ende entgegen. Am 03.08.17 sind wir bereits früh um 5:00 Uhr gestartet, um dem Berufsverkehr aus dem Weg zu gehen. So hatten wir Moskau noch einmal fast für uns alleine.

 

Vor dem Grenzübergang haben wir auf einem Parkplatz übernachtet und am nächsten Morgen um 7:00 Uhr fuhren wir an die Grenze. Nach 3 Stunden waren wir dann wieder in der EU, genauer in Lettland. Jetzt sind es durch Polen noch ca. 1600 km bis nach Bremerhaven, ein langer Weg.

 

Inzwischen sind wir wieder zurück.

Unser Fazit: Russland ist in jedem Fall eine Reise wert.