Kanada/Alaska


17.09.13-19.09.13

Das Wohnmobil ist abgegeben (75 C$ hat der kleine Steinschlag in der Windschutzscheibe gekostet) und die Koffer sind gepackt. Morgen früh klingelt der Wecker um 5 Uhr, Abflug in Vancouver ist um 9:40 Uhr.

 

In Vancouver haben wir noch einmal die Stadt zu Fuß erkundet, sie gehört sicher zu den lebenswerten Städten weltweit. Heute waren wir noch im Aquarium, damit ist unser Kanada-Urlaub endgültig beendet.

 

Das Wetter hier in Vancouver ist immer noch sonnig, jedoch beginnt im Norden lt. Wetterbericht bereits langsam der Winter mit Minustemperaturen und den ersten leichten Schneefällen. Kaum zu glauben, daß wir dort vor wenigen Wochen noch bei bis zu 30 Grad unterwegs waren.

 

Die letzten Bilder aus Vanvouver, weiter geht es dann in den nächsten Tagen mit dem Westen der USA.

16.09.13

Der letzte Tag im Wohnmobil. Heute hieß es dann endgültig Koffer packen, bevor wir morgen früh das Womo in Abbotsford abgeben müssen.

 

11.000 km sind wir in 60 Tagen gefahren, klingt viel, liegt aber bei den gewaltigen Entfernungen durchaus im Rahmen. Das Wohnmobil hat uns keine Sekunde im Stich gelassen, nur einen kleinen Stein haben wir sauber mit der Windschutzscheibe eingefangen, mal sehen, was der Vermieter morgen dafür berechnet.

 

Ansonsten ist Kanada wie geschaffen für eine Reise mit dem Wohnmobil, insbesonders zu erwähnen sind die unzähligen und oft traumhaft gelegenen Campingplätze. Das wir so ein Glück mit dem Wetter hatten....

Fast durchweg haben wir auf staatlichen Plätzen übernachtet, kaum auf den Privaten. Erstens sind die privaten Plätze oft sehr teuer und eng und zweitens liegen die staatlichen Plätze meistens viel schöner in der Natur.

In Vancouver bleiben wir noch 3 Nächte, dann fliegen wir nach Los Angeles zur nächsten Etappe.

11.09.13-15.09.13

Da sind wir wieder, inzwischen in Osoyoos (nur 2 km von den USA entfernt) angekommen. So langsam nähern wir uns dem Ende unserer Kanada/Alaska-Rundreise, es sind nur noch ca. 350 km bis nach Abbotsford, wo wir unser Wohnmobil am 17.09.13 bis 11:00 Uhr abgeben müssen.

 

Osoyoss ist ein großen Anbaugebiet für Wein und Obst und es war in den letzten Tagen sehr heiß, bis zu 30 Grad. Wir haben uns hier etwas von der Rundreise erholt und vor 2 Tagen einen ganzen Tag in den heißen Quellen bei Nakusp verbracht, ebenfalls sehr entspannend.

 

Heute geht es noch bis in den Manning State Park, jedoch sind die Wetteraussichten für die nächsten Tage nicht so gut, am Nachmittag soll der Regen einsetzen. Gestern haben wir noch schön gegrillt, es wird wohl das letzte BBQ in Kanada gewesen sein.

05.09.13-10.09.13

Calgary war eine kleine Enttäuschung. Wir sind mit der S-Bahn in das Zentrum gefahren, ebenso schnell waren wir wieder zurück. Es ist eine typische Bankenstadt mit wenig Sehenswürdigkeiten. So sind wir nach dem Einkauf weiter Richtung Drumheller, der "Dinosurierstadt" des Universums. Drumheller liegt in den sog. Badlands, karge, durch Erosion entstandene Landschaften zerklüfteter Sandsteinformationen.

Dinosaurier haben wir nicht wirklich gesehen, jedoch stehen überall in dem Ort farbenfrohe Nachbildungen herum, die größte immerhin 26 m hoch. Am Freitag war hier Zieleinlauf einer Etappe der "Tour de Alberta", ein Profi-Radrennen mit großer internationaler Beteiligung. Es hat Spaß gemacht, bei schönstem Wetter auf den spannenden Zieleinlauf zu warten.

Auf einem längeren Rundkurs um Drumheller herum gibt es schöne Landschaften, nach den ungezählten Tannen der letzten Wochen eine schöne Abwechlung.

Auf dem Weg zum Dinosaur Provincial Park sind wir duch Zufall in Brooks gelandet. Dort fand ein Auto- bzw. Motorradwettbewerb statt. Bis ins Detail restaurierte Oldtimer und interessant (!) lackierte Motorräder stellten sich dem Wettbewerb.

Hier noch die Motorräder. Die Inhaber paßten nicht so ganz zu den durchgestylten Maschinen. Sie waren eher älter, hatten sehr dicke Bäuche, haben aber sehr kritisch geschaut (ein Bild mochte ich nicht machen).

Der Dinoaur Provincial Park, ein UNESCO Heritag Site, ist eine der weltweit ergiebigsten Fundstellen für Paläontologen. Bereit über 150 vollständige Dinosklette wurden hier ausgegraben. Der Campingplatz ist schön gelegen und bietet einige schöne Wanderungen durch karge Landschaften.

29.08.13-04.09.13

So, endlich hat uns die Zivilisation wieder und damit auch das Internet.

 

Die letzten 6 Tage haben wir in den Nationalparks Jasper bzw. Banff verbracht, natürlich bei traumhaft schönem Wetter (heute sind es wieder bis zu 27 Grad). Die Ferienzeit geht hier endlich zu Ende und am Montag war noch ein Feiertag, alles war komplett ausgebucht. Nun wird es aber wieder etwas ruhiger, trotzdem ist hier in Banff noch viel los. Die Zeit in den Parks haben wir mit schönen, aber auch anstrengenden Wanderungen verbracht.

 

Bären haben wir auf den Wanderungen nicht getroffen (oder auch Gott sei Dank). Die meisten Wanderer haben kleine Glocken umgebunden, um die Bären auf sich aufmerksam zu machen. Wir dachten bei dem Gebimmel immer an die Kühe in den Alpen, hatten uns irgendwann aber daran gewöhnt.

Bären gab es nicht, dafür aber ein Murmeltier und die bekannten kleinen Pelztiere.

Die Fahrt von Jasper nach Banff führt an unzähligen Gletschern vorbei (die aber von Jahr zu Jahr weiter abschmelzen). Unzählige Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein. Ein Vorteil des Wohnmobils ist, Stühle raus, Kaffee kochen und den Blick genießen (s. Bild).

Gestern ging es auf eine lange Wanderung (knapp 13 km) in die Berge am Lake Louise. Auch hier natürlich keine Bären, aber wieder viele "Alpenkühe" mit Glocken.

 

Das Fairmont-Hotel direkt am See ist fest in japanischer Hand. Sie kommen in Scharren, machen die "Ich war hier"-Bilder und sind ebenso schnell wieder verschwunden.

Heute machen wir uns noch auf den Weg Richtung Calgary, es sind von Banff nur 130 km.

23.08.13-28.08.13

Es ist/war eine lange Fahrt von Dawson City bis nach Dawson Creek, lt. Straßenkarte genau 1195 Meilen. Unser Ziel ist der Nationalpark Jasper/Banff, bis dort werden wir wohl noch weitere 1 1/2 Tage benötigen. Die Fahrt bis Dawson Creek war relativ unspektakulär, nur der Abschnitt von Watson Lake zum Summit Lake war entgegen unserer Erwartung ein kleines Highlight. Direkt am Straßenrand bzw. auf der Straße sahen wir viele Bison, einen Schwarzbären, Bergschafe, Elche, Moose und Biber (die natürlich im Wasser). Die Landschaft und das Wetter waren passend und diese Etappe haben wir wirklich genossen.

In Whitehorse haben wir 2 Nächte auf dem Parkplatz eines Walmart "gecampt", da es in der näheren Umgebung keine besondere Alternative gab. Meistens steht man dort in netter Gesellschaft und zum Einkaufen ist es auch nicht weit.

Hier einmal ein paar typische Tiere Kanadas. Die kleinen Squirrel sieht man wie Sand am Meer, sind zeitweise eine kleine Plage. Die Schneeziegen sieht man leider nicht so häufig, wenn überhaupt, dann nur oben in den Bergen.

18.08.13-22.08.13

Die Fahrt nach Chicken verlief weitgehend unspektakulär, da man im Nebel nicht viel erkennen konnte. Der Ort selber vermarktet sich etwas wie Disneyland, war aber ganz unterhaltsam. Auf der Fahrt auf dem "Top over the World-Highway"  hatten wir mit dem Wetter Glück.

 

Der Grenzübertritt nach Kanada ging schnell, es galt nur wieder einmal, diverse Fragen zu beantworten: Waffen - natürlich nicht (irgendwann sage ich einfach mal ja);
Alkohol - etwas; Wohin fahren Sie - Vancouver; Gute Reise.

Dawson ist eine nette kleine Stadt. Würde man die Autos gegen Pferde tauschen, könnte man sofort einen Western drehen.

Im Touri-Office erkundigten wir uns nach dem Straßenzustand des Dempster-Highway - alles in Ordnung, etwas Regen ist möglich, die Straße ist gut zu befahren. Wir haben dann vollgetankt und sind einfach losgefahren, Ziel: Eagle Plain Hotel auf dem Dempster Highway (dort kann man auch Campen), knapp 369 km. Das "etwas Regen" war schnell aufgebraucht, es regnete in Strömen und auch die letzten 100 km auf dem Wellblech zehrten an den Nerven. Wir kamen gegen 18:30 Uhr dort an und hatten die Schnauze voll.

 

Am nächsten Morgen, Sichtweite 10 Meter und natürlich, "etwas Regen" (der auch in der Nacht sehr aktiv war). Wir wollten dann nur noch die 36 km zum Polarkreis fahren und dann umkehren. Siehe da, der Regen ließ nach und wir hatten plötzlich gute Sicht, wenn auch keinen blauen Himmel. Plötzlich fanden wir uns im Schnee wieder, überall Eiszapfen und Minusgrade. Die Landschaft hat für alle Strapazen entschädigt und wir sind noch 150 km weit gefahren, haben die Landschaft genossen und sind dann zurück zum Eagle Plain Hotel (wo uns bereits "etwas Regen" erwartet hat).

 

Der Dempster-Highway führt über Permafrostboden und ist isoliert, damit der gefrorene Boden nicht auftaut und die Straße "wegschwimmt" bzw. wegsackt.

Winterlandschaft (zum Vergrößern bitte klicken)
Winterlandschaft (zum Vergrößern bitte klicken)

 

Auf dem Rückweg zum Eagle Plain Hotel konnten wir noch diverse Grizzlys dicht am Straßenrand beobachten.

 

Heute sind wir dann wieder zurück nach Dawson. Das Wohnmobil hat die Fahrt überstanden, jedoch farblich etwas verändert (siehe Bilder). Am Car-Wash brauchten wir 20 Minuten, um das Gröbste wieder zu entfernen.

Nächstes Ziel ist Whitehorse.

12.08.13-17.08.13

Es ist kühler geworden und es gibt die ersten Laubverfärbungen (und die Mücken sind fast verschwunden). Heute noch eine Nacht in Tok, anschließend wohl noch ein Stopp in Chicken (zw. 17 und 37 Einwohner!). Der Ort sollte eigentlich ursprünglich Ptarmigan (=Schneehuhn) heißen, man hatte damals aber Probleme mit der richtigen Schreibweise. Daher heute einfach nur Chicken.

 

Hier hat jetzt die Jagdsaison begonnen und jeder, der noch halbwegs geradeaus schauen kann, fährt mit einem Quadbike (Laufen ist out) durch den Wald und sucht nach etwas zum Erschießen. So lassen wir die Wanderungen einfach sein (wer weiß) und freuen uns auf die Rückkehr nach Kanada in 2 Tagen.

Anchorage haben wir schnell wieder verlassen, eine Großstadt, für uns nicht von Interesse. Auf der Halbinsel Kenai haben wir uns einen schönen Platz am Wasser in dem Ort Seward gesucht. Die Touris kommen wegen der Fjord-Tour zu den Gletschern, die Einheimischen zum Angeln.

 

Leider sind auch hier die Preise sehr hoch gewesen, Fish & Chips für knackige 22 US$ pro Person, obwohl der Fisch hier tonnenweise an Land gebracht wird. Dafür war die Fjord-Tour bei schönstem Wetter ein Erlebnis. Nicht zu vergessen der traumhafte Campingplatz mit Fjordblick.

Nebelwand in der Aialik Bay (zum Vergrößern bitte anklicken)
Nebelwand in der Aialik Bay (zum Vergrößern bitte anklicken)
Unser Stellplatz in Seward (zum Vergrößern bitte anklicken)
Unser Stellplatz in Seward (zum Vergrößern bitte anklicken)

Zwischendurch waren wir auch noch im Alaska Wildlife Conservation Center. Hier kümmert man sich um verletzte oder verwaiste Jungtiere.

Direkt am Glenn Highway liegt der Matanuska-Gletscher, den wir am frühen Morgen besucht haben. Die Wanderung ohne entsprechende Ausrüstung war etwas mühsam, wir haben sie aber ohne Blessuren überstanden. Bisher hatten wir noch nie das Glück, direkt auf einem Gletscher zu wandern und so haben wir das sonnige Wetter für eine ausgiebige Tour auf dem Eis genutzt.

Matanuska-Gletscher (zum Vergrößern bitte klicken)
Matanuska-Gletscher (zum Vergrößern bitte klicken)

Heute wollten wir dann die McCarthy-Road Richtung Kennicott fahren. Ein eher zufälliger Blick in die Mietbedingungen zeigte, das nur eine Straße mit dem Mietcamper nicht erlaubt ist...natürlich, die McCarthy-Road. Nach Abschätzung des Zeitwert unserers relativ neuen Wohnmobil fiel die Entscheidung nicht schwer - man muß nicht alles machen.

 

So sitzen wir hier in Tok und draußen regnet es inzwischen doch recht stark. Die Löschhubschrauber, die noch bis vor 2 Stunden direkt über unseren Campingplatz flogen, haben Feierabend gemacht, das nahe große Buschfeuer hat sich mit dem Regen hoffentlich erledigt.

10.08.13-11.08.13

Die letzte Nacht haben wir auf einem Parkplatz am Highway verbracht. Wir hatten die Hoffnung, die Berge am nächsten Morgen einmal ohne Wolken zu sehen. Hat leider nicht geklappt, kein Berg zu sehen, nur die Wolken waren zahlreich vertreten (und auch der Regen). Dieser hat uns bis zu unserem nächsten Ziel, die Ruinen der Independence Mine bei Palmer, begleitet.

 

Unterwegs gab es noch einen typischen Trödelladen zu sehen.

Kaum sind wir in der Independence Mine angekommen, kam die Sonne durch ;)

Die ehemalige Goldmine liegt sehr schön eingebettet in einem Tal und war bis 1943 in Betrieb. Da die Unce Gold damals nur 35 US$ kostete, die Schürfkosten jedoch bei 45$ lagen, wurde die Mine unrentabel und geschlossen.

 

Nach der Besichtigung hatten wir noch Zeit für eine schöne Wanderung zu einem See. Auch in diesem war das Wasser glasklar, jedoch auch saukalt.

Independence Mine (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Independence Mine (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Heute am 11.08.13 sind wir dann die restlichen Meilen bis Anchorage gefahren, die erste "echte" Stadt seit Vancouver. Den zuerst angedachten Campingplatz in einem Wald haben wir schnell wieder verlassen. Es sah dort aus wie in einem Flüchtlingscamp, 2 Polizeiwagen waren auch schon vor Ort und haben irgend etwas kontrolliert.

 

Da es hier in Anchorage wie aus Eimern schüttet und der Regen erst morgen nachlassen soll, haben wir einen Wasch- u. Shoppingtag eingelegt.

07.08.13-09.08.13

Im Denali Nationalpark blieb uns das gute Wetter treu. Gestern ging es auf den langen Trip mit dem Touri-Bus (Selbstfahren ist nicht erlaubt) bis zum 66 Meilen entfernten Visitor-Center, von dem man einen schönen Blick auf den Mount McKinley hat, wenn da nicht die Wolken wären. Auch bei unserem Besuch gab es Wolken, war der Schönheit aber nicht schadet. Diverse Bären (Grizzly und Braunbären) gab es ebenfalls zu sehen, jedoch zum Teil weit entfernt.

 

Heute ist es erstmals bewölkt und es könnte seit 13 Tagen erstmals regnen. Gegen Nachmittag fahren wir Richtung Süden und suchen uns irgendwo einen schönen Campingplatz am See (ohne See gibt es kaum).

Blick vom Eilson-Visitor Center (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Blick vom Eilson-Visitor Center (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Landschaft im Denali (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Landschaft im Denali (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Heute besuchten wir noch die Sleg Dog Kennals (Schlittenhunde) im Denali Park. Diese haben zur Zeit Ferien und warten auf den Schnee. Im Winter wird das Hinterland des Nationalparks mit Hundeschlitten überwacht und jeder Hunde leget immerhin 3000 Meilen pro Winter zurück. Die Vorführung war interessant, sogar Gisela hat Gefallen an ihnen gefunden.

04.08.13-07.08.13

Es gibt uns noch. Die letzten Tage waren wir sehr einsam auf kleinen abgelegenen Campingplätzen in Canada bzw. Alaska. Die Einreise in die USA verlief ohne Probleme, da wir keinerlei Waffen bei uns haben (was für die Amis nicht unbedingt verständlich zu sein scheint).

 

In Tok haben wir an einem "Pfannekuchenwettbewerb" teilgenommen, d.h. man mußte kleine Pfannekuchen aus ca. 5 Meter Entfernung in einen Eimer werfen, was uns leider nicht gelang. Es fehlte doch die Übung.

 

 

Irgendwo an einem der unzähligen Seen (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Irgendwo an einem der unzähligen Seen (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Kurz vor Fairbanks liegt die kleine Stadt North Pole, offizieller (nun ja) Wohnsitz des Santa Claus. Natürlich haben wir seinen Wohnsitz besucht und sind ohne Geschenke weitergefahren.

In Fairbanks waren wir nicht so lange wie erwartet, da die Stadt irgendwie nichts zu bieten hat. Wir haben unsere Vorräte aufgefüllt und das Eismuseum besucht. Die Temperaturen sind weiter sehr sommerlich, Regen bisher Fehlanzeige. Die langen Tage sind doch anstrengend. Sonnenuntergang ist erst kurz vor 23 Uhr, bis Mitternacht ist es immer noch relativ hell, so kommen wir immer spät ins Bett.

Heute sind wir spontan bis kurz vor den Denali Nationalpark gefahren. Hier werden wir etwas bleiben und wandern bevor es weiter geht Richtung Anchorage.

29.07.13-03.08.13

Inzwischen haben wir einen großen Sprung gemacht und sind in Haines Junction (Yukon) angekommen. Die letzten Tage haben wir in Alaska, genauer in Skagway und Haines verbracht. Das Wetter war und ist immer noch traumhaft schön, die Einheimischen sprechen von einem Jahrhundertsommer.

 

Skagway ist ein verschlafenes Dorf, jedoch legen dort jeden Morgen 4 riesige Kreuzfahrtschiffe an und ca. 8000 Amerikaner strömen zum Shoppen und Essen in die nur 500 Meter lange Einkaufsstrasse. Um 18:00 ist der Spuk vorbei und es kehrt Ruhe ein.

 

Bären haben wir inzwischen ebenfalls gesehen, leider sind die Tiere oft sehr scheu und schnell im Wald verschwunden. Gestern haben wir jedoch Glück gehabt und direkt am Highway konnten wir einen Schwarzbär längere Zeit beim Fressen beobachten. Weißkopfseeadler sind ebenfalls häufig zu sehen, jedoch meistens oben im Baumwipfel.

Inzwischen sind wir 3000 km gefahren, die Entfernungen zwischen den Orten sind gewaltig. Wir übernachten meistens auf den Gouvernment Campgrounds inmitten wunderschöner Natur (oft am See). Diese Campgrounds bieten außer schöner Lage und ruhiger Umgebung nur ein "Plumpsklo" und meistens kostenloses Feuerholz.

 

So sitzen wir Abends meistens am Lagerfeuer und genießen die Natur. Langsam wird es ruhiger, da die Tourmassen aus Amerika mit ihren übergroßen Campern inzwischen auf Heimreise sind.

 

Gleich geht es weiter, nächstes Ziel Tok in Alaska, wo wir morgen ankommen werden.

26.07.13-28.07.13

Leider hat es mit der Bärenbeobachtung in Hyder nicht so wie erwartet geklappt. Ein Grizzly hat sich zwar der Aussichtsplattform genähert, beim Anblick der vielen knipsbereiten Touristen ist er gleich wieder um die Ecke verschwunden. Auch dort gab es wohl genügend Lachse für ihn zu fangen.

Beim Spaziergang durch Hyder lief plötzlich direkt hinter uns ein Schwarzbär die Hauptstraße entlang. Zu unserem Glück bog er jedoch schnell wieder ab und verschwand im Dickicht.

Weiter ging es auf dem Cassier-Highway und am Boya Lake (s. Bilder) haben wir einen traumhaften Campingplatz gefunden. So haben wir uns Kanada vorgestellt.

 

Das es auch hier unzählige Mücken gibt, die 24-Stunden an 7 Tagen die Woche aktiv sind, versteht sich von selbst.

Boya Lake (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Boya Lake (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Boya Lake (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Boya Lake (zum Vergrößern bitte Anklicken)

 

Inzwischen haben wir British Columbia verlassen und befinden uns im Yukon. Dieser Bundesstaat ist knapp 500.000 qkm groß und hat nur ca. 35.000 Einwohner (von denen ca. 26.000 in Whitehorse leben).

 

Heute haben wir noch den "Schilderwald" von Watson Lake besucht. Inzwischen sollen es fast 80.000 Schilder aus aller Welt sein. Bremerhaven haben wir nicht gefunden. Wer noch ein Schild liegen hat, in 3 Wochen kommen wir hier noch einmal vorbei.

 

Schilderwald (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Schilderwald (zum Vergrößern bitte Anklicken)

Die Schlechtwetterperiode scheint überstanden, inzwischen ist der Himmel wieder blau. Die Vorhersage ist ebenfalls gut, somit geht es morgen gut gelaunt Richtung Atlin.

23.07.13-25.07.13

Inzwischen sind wir in Stewart angekommen. Zur Zeit regnet es wie aus Eimern, es soll aber gegen Mittag aufklaren. Hier hoffen wir auf die ersten Bären im nahegelegenen Hyder (welches bereits in Alaska liegt). Eigentlich sind in einem schmalen Gebirgsbach viele Lachse auf den Weg zu ihren Laichgründen, der Weg ist aber durch Biberdämme versperrt. Diese Dämme sollen heute noch beseitigt werden, dann haben die Lachse wieder "freie Fahrt", die Bären etwas zum Fressen und die Touris etwas zu fotografieren.

 

Einen ersten Bären haben wir auf der Anfahrt nach Stewart am Highway gesehen, jedoch verschwand er schnell im hohen Gras.

 

Gestern haben wir einen wunderschönen Ausflug auf den 30 km entfernten Salmon-Gletscher gemacht, ein erstes landschaftliches Highlight auf unserer Reise. Morgen fahren wir weiter auf dem Cassiar-Highway Richtung Watson Lake, wo wir nach 2 weiteren Übernachtungen irgendwo unterwegs ankommen sollten.

19.07.13-22.07.13

Wir haben unser neues Zuhause für die nächsten 2 Monate übernommen und die ersten 3 Übernachtungen in dem Wohnmobil waren sehr komfortabel. Für uns ist das Wohnmobil der reinste Luxus, jedoch gehören wir mit 19-Feet im Vergleich zu den Nordamerikanern eher zu den Zwergen auf den Straßen.

An die Preise gewöhnen wir uns auch langsam, nur der Camenbert für umgerechnet 8,50 Euro (!) blieb im Supermarkt. Da kommt dann eben der unverwüstliche Cheddar auf das Brot.

Die Landschaft ist so, wie man sich Kanada vorstellt. Eine Stunde von Vanouver entfernt Richtung Norden und man fährt durch abwechslungsreiche und relativ unbewohnte Gegenden. Das es hier unzählige Mücken und Sandflies gibt, können wir hiermit bestätigen.

 

Unser nächstes Ziel ist Stewart, leider ist die Wettervorhersage nicht ganz so gut (bisher hatten wir täglich Sonnenschein mit bis zu 28 Grad). In Stewart hoffen wir aber, die ersten Bären zu sehen.

Besuch von Barkerville. Hier wurde 1862 Gold gefunden und die Stadt wuchs zu einer der größten Städte Nordamerikas. Rund 130 Gebäude wurde authentisch restauriert.

 

16.07.13-18.07.13

Nach knapp 10 Stunden Flugzeit endlich Ankunft in Vancouver. Die Einreise war völlig problemlos, die Temperatur lag bei angenehmen 23 Grad. Die ersten 2 Tage haben wir für die Akklimatisierung genutzt und haben Vancouver zu Fuß erkundet. Wir hatten das Gefühl, irgendwo in Asien zu sein, denn der Anteil der Migranten, insbesonders aus China, ist in Vancouver sehr hoch. Daher gibt es zu unserer Freude an jeder Ecke indische, japanische, koreanische und chinesische Restaurants.

 

Einziger bisheriger Wehrmutstropgen - die Preise sind gewöhnungsbedürfig (hoch).